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Teil 2

8. Sanierung des Schimmelpilzbefalls
8.1. Allgemeine Grundlagen

Das Leben beruht auf drei Grundvoraussetzungen, das flüssige Wasser, Energie und Nahrungssubstanz. Im Verlauf der Evolution haben sich solche Lebensformen durchgesetzt, die unter den jeweiligen klimatischen Bedingungen am zweckmäßigsten Überleben und zur Erhaltung ihrer Art beitragen. Hierfür haben die Nukleinsäuren als Funktionselemente überragende Bedeutung. Die DNA (Desoxyribonukleinsäuren) dient als Träger der genetischen Informationen in den Chromosomen des Zellkerns und in den äquivalenten Strukturen der Mitochondrien, Chloroplasten, der kernlosen Organismen und vieler Viren sowie in Plasmiden. [101] Die (Transfer)- RNA (Ribonukleinsäure) stellen das Bindeglied zwischen der Übermittlung und Realisierung dieser genetischen Informationen in den meisten lebenden Zellbestandteilen den eigentlichen Funktionsträgern einer Zelle, den Eiweißen, dar. [102] Beim Studium des Archaebakteriums Nanoarchaeum equitans wurde ein bisher unbekannter Weg entdeckt, zentrale zelluläre Nachrichtenüberträger zu bilden, die den Aufbau von Zellen steuern.[102] Betrachtet man weiterhin, unter welchen extremen Bedingungen Leben existiert, wie z. B. Bakteriums Thermus thermophilus, welche bei 60 bis 85 °C wächst, die Proteine enthalten, die offenbar bei Hitze sehr gut arbeiten und damit besonders stabil sind. [103] Dagegen wachsen andere Kulturen im Eis. Es wird deutlich, unter welchem breiten Spektrum die o. g. drei Grundvoraussetzungen vorhanden sein können, um eine Erhaltung bzw. Bildung des Lebens zu ermöglichen.

Vereinfacht ausgedrückt heißt das, jedes Lebewesen ist bestrebt auch unter extremen Bedingungen zu überleben, um sich irgendwann fortzupflanzen, wenn seine spezifischen optimalen Lebensbedingungen wieder vorliegen. Einige haben sich sogar an die extremen Bedingungen angepasst. Es gibt so gut wie keinen Ort auf der Erde, wo nicht Leben existiert.

Eine erfolgreiche Bekämpfung der Mikroorganismen hat nur dann Erfolg, wenn die o. g. Bedingungen berücksichtigt werden. Ziel muss es sein, mit minimalen bzw. vertretbaren Aufwendungen einen hohen Nutzeffekt zu erzielen. Es ist Unsinn die Wohnung in einen sterilen Raum verwandeln zu wollen. Weiterhin darf durch diese Maßnahmen die Wohnqualität 17 nicht verringert werden und es darf keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch „chemische Keulen“ auftreten. (Beachte: Austausch der Schimmelpilze durch Fungizide.)

Die meisten uns umgebenden Mikroorganismen stellen keine gesundheitliche Gefährdung dar. (Siehe hier auch unter Punkt 1. und 5.2.) Werden diese mit den vermeintlichen gesundheitsschädigenden abgetötet, so entstehen „Lebensraumnischen“, wo sich stattdessen andere Kulturen ansiedeln können. [107] So kann das Vorhandensein bestimmter Mikroorganismen (harmlose) ein begrenzter Schutz darstellen. Auf neue Kulturen, die bisher nur eine untergeordnete Rolle spielten, jetzt aber sich ausbreiten können, ist unser Immunsystem nicht in jedem Fall ausreichend eingestellt. Eine Verschiebung des natürlichen Mikroklimas sollte daher immer mit Bedacht vorgenommen werden.

Wichtigste Maßnahme muss daher der Entzug bzw. die Reduzierung des flüssigen Wassers und der Nahrungssubstanz sein. Welche Maßnahmen erforderlich und geeignet sind, wurde bereits in den vorangehenden Abschnitten ausführlich erläutert. Oft reichen bereits geringfügige Veränderungen aus, die in vielen Fällen durch die Bewohner selbst ohne großen Aufwand realisiert werden können.

Bevor eine erfolgreiche Bekämpfung erfolgt, müssen weiterhin noch eine Reihe von weiteren Fragen geklärt werden.

Bei einem kleinen Befall, z. B. nur oberflächlicher Befall nicht größer als ca. 0,4 m2 (sind keine Bauwerksmängel), ist kein Risiko für gesunde Personen zu erwarten. Diese Schädigungen können im Allgemeinen ohne Beteiligung von Fachpersonal selbst 18 beseitigt werden. [42]

Nach folgender Reihenfolge könnte vorgegangen werden:

1. Welchen Umfang hat der Schimmelpilzschaden?

Nur einzelne Flecken oder dicker Schimmelbelag, Tiefe des Befalls und Art der befallenen Materialien (ausbaubar oder Mauerwerk bzw. tragende Konstruktionen).

2. Um was für einen Schaden handelt es sich hierbei?

Zu beachten ist, dass es neben typischen „Wohnraumschimmelpilzen“ auch eine Vielzahl von Lebensmittelschimmelpilzen gibt und das ihre toxische Wirkung nicht zu unterschätzen ist. Es sollte hier eine genaue Zuordnung erfolgen, z. B. verschimmeltes Brot oder Schimmel im Abfalleimer, feucht oder nass gelagerte Textilien können einen Befall begünstigen oder auch verursachen. Zur Beseitigung reichen hier bereits einfache Maßnahmen aus.

Weiterhin können auch holzzerstörende Pilze auf der Tapete, wie z. B. ein kleiner Fruchtkörper des Echten Hausschwamms, optisch wie ein Schimmelpilzbefall aussehen. Vergleiche Bild 6.4.3.

3. Es wird die relative Luftfeuchte über eine längere Zeit überprüft.

Dabei sind auch die Zimmertemperatur und auch die Temperatur an der kühlen Wandoberfläche zu überprüfen. Das sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Eine Momentaufnahme gibt keine zuverlässige Aussage. (Erläuterung zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte an der Wandoberfläche, siehe Anlage 7.)

4. Es ist zu prüfen, ob nicht andere Ursachen für eine höhere Feuchtigkeit verantwortlich sind. Hierzu können ein veränderter Grundwasserspiegel (Grundwasser im Keller), lang anhaltender Niederschlag, Baufeuchte nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, Veränderung von Bauteilen oder anderes zählen.

5. Wie ist der Zustand des betroffenen Raums bzw. Gebäudes und welche Nutzungsart liegt vor?

6. Welche bautechnischen Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren durchgeführt oder lagen Bauschäden vor?

Änderung der Raumaufteilung, Fallrohrverstopfungen, Wärmebrücken usw.

7. Gibt es eine Nutzungsänderung?

Z. B. es werden auch alte Scheunen oder alte Burgkeller ausgebaut, die eventuell früher Stallungen waren oder es wurden z. B. Wintergärten (Gewächshäuser) angebaut, die jetzt zum Bestandteil der Wohnung gehören.

8. Welche Baustoffe wurden verwendet bzw. sind diese feucht?

Das können Dämmmaterialien auf Zellulosebasis, Silikonfugenmaterial, Tapeten, Holz, Stroh, Papier u.a. sein. Besonders bei Leichtbauweisen können bei unsachgemäßer Ausführung sehr schnell Feuchteschäden auftretet. Wurden z. B. gipshaltige Baustoffe verwendet, wo konstruktiv eine Feuchtebelastung vorliegt.

Nicht immer gibt es nur eine Ursache, sondern die Summe der zum Teil sehr unterschiedlichen Kriterien führt zum vorliegenden Schaden. Es empfiehlt sich daher, schrittweise an die Schadensbehebung heranzugehen. Zweckmäßig beginnt man mit der Maßnahme, die den wenigsten Aufwand verursacht. Mit dem folgenden interessanten Beispiel im Bild 8.1. soll stellvertretend ein Problemfall genannt werden.

Beispiel: In der Wohnung tritt im Januar an den beiden Innenecken der Außenwand bis in einer Höhe von ca. 1,5 m Schimmelpilz auf der Tapete auf. Die Außenwand besteht aus einer 38er Ziegelsteinwand. Das Raumklima ist in Ordnung. Es sind keine weiteren Schäden erkennbar. Es handelt sich hierbei um ein altes sehr ordentlich saniertes Mehrfamilienhaus. Der Mieter wollte die Schäden mehr oder weniger der Baufirma anlasten, da an der Innenwand auch ein schräger Setzungsriss vorliegt. (Die beiden Schäden haben nichts miteinander zu tun.)

Bild 8.1.: Schadensbereich mit Schimmelpilzbefall an den Innenseiten der Außenecken

Schadensbereich mit Schimmelpilzbefall

Die einfachste Lösung ist hier den Schrank entfernen oder wenigstens einfach um 90° an die Innenwand zu drehen. Damit kann die geometrische Wärmebrücke besser mit der warmen Raumluft erwärmt werden. Wobei hier das Problem besteht, dass die Luftwalze wegen dem Standort des Heizkörpers unter dem Fenster nicht sehr wirkungsvoll ist. Weil aber der Schrank so schön in diese Nische passt, soll er nicht umgestellt werden. Die weiteren Ratschläge sind dann zweitrangig. Den Schrank weiter an die Innenwand rutschen und auf Leisten stellen und von der Wand abrücken. Die Raufasertapete im Eckbereich entfernen und die Wandfläche nur mit Kalkfarbe oder Silicatfarbe beschichten. Ist dies nicht ausreichend, könnte im unteren Wandabschnitt eine kleine Tapetenheizung mit Thermostatfühler angebracht werden, welche nur bei kalten Außentemperaturen zeitweise die Wandoberfläche um wenige Grad erhöht. Das Regal in der Zimmerecke zum Balkon muss so aufgestellt werden, dass genügend warme Luft von der Heizung heran strömen kann oder was besser ist, es wird an einem anderen Standort aufgestellt.

Durch ein undichtes Dach wurde die Betonaußenwand durchfeuchte und es bildete sich Schimmelpilz an der Putzoberfläche und an der Tapete. Die Wandoberfläche wurde mit einer Infrarotheizung getrocknet. Bereits nach wenigen Stunden konnte ein sichtbarer Erfolg festgestellt werden. Im Bild 8.1.2. wird eine noch in der Versuchsphase getestete Strahlungsheizung gezeigt.

Bild 8.1.2.: Versuchsphase zur Trocknung einer durchfeuchteten Wand mithilfe der Infrarotstrahlung. [104]

Trocknung mit Infrarotstrahler

8.2. Bestimmung von Schimmelpilzbelastung

Die Bestimmung einer Schimmelpilzbelastung dient unterschiedlichen Zielen. Dazu gehören:

Die Bestimmung von Schimmelpilzbelastungen ist durch qualifizierte Fachleute nach entsprechender abgestimmter Empfehlung, vergleiche [4], auszuführen. Es wird auf die entsprechenden TRBA-Richtlinien, Verfahren der BIA und VDI-Richtlinien und auf die allgemein übliche mikrobiologische Praxis hingewiesen. Weiterhin gelten die Verfahren nach TRBA 405 und 430 für die Messung in Arbeitsräumen.

Für die Klärung, ob eine Schimmelpilzbelastung in den Räumen vorliegt, sind Proben zu nehmen und zu untersuchen:

Etwas wichtiger als die Gesamtzahl von kultivierbaren Schimmelpilzen ist die Bestimmung der Schimmelpilzart, die eine wichtige Voraussetzung zur Beurteilung der Schimmelpilzbelastung ist.

Eine Schimmelpilzquelle im Gebäude ist zu vermuten, wenn die Anzahl der Schimmelpilze in der Innenraumluft deutlich höher ist als außen und sich die Zusammensetzung der Arten deutlich voneinander abweichen. Allerdings wird eine genaue Aussage erschwert, da

Dem gegenüber ergeben Untersuchungen von Haustaubproben eine Auskunft über eine mögliche längere Schimmelpilzbelastung im Gebäude, da sich Schimmelpilze im Hausstaub über eine längere Zeit anreichern.

Die Messung der kultivierbaren Schimmelpilze von Material- und Oberflächenproben (Holz, Putz, Tapeten, Estrich, Dämmstoffe u. a.) geben mögliche Hinweise auf Schimmelpilzquellen und ermöglichen auch eine klare Abgrenzung des Keimspektrums im Gebäude von der Außenluft. Die Oberflächenkontaktprobe erfolgt mit der Hilfe einer Abklatschprobe 19 oder eines Klebefilmpräparates20. Beide Verfahren erlauben keine quantitative Aussage.

Toxische und sensibilisierende Wirkungen luftgetragener Pilzsporen gehen sowohl von kultivierbaren als auch von nicht kultivierbaren Schimmelpilzen aus, daher ist eine Bestimmung der Gesamtsporenzahl erforderlich. Als Methode sollen hier die Schlitzdüsenimpaktion und die Camnea-Filtermethode genannt werden. [105]

8.3. Chemische Bekämpfung

8.3.1. Was ist eine chemische Bekämpfung?

Die chemische Bekämpfung beseitigt nicht die Ursache, sondern reduziert nur die Auswirkung. Grundsätzlich ist immer erst die Ursache zu beseitigen. Sind diese beseitigt, so können die Reste des Schimmelpilzbefalls auch durch den sinnvollen Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel oder auch durch Hitze beseitigt werden. Besteht bei der Entfernung die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung, so ist in diesem Fall eine Abtötung sinnvoll. Pilzteile sind in der Lage sich in Materialvertiefungen oder Ritzen abzulagern. Wenn sich wieder günstige Wachstumsbedingungen einstellen, erfolgt ein Neubefall. In einem abgeschlossenen Projekt wurde festgestellt, dass eine bloße Reinigung (ohne Biozide) denselben Langzeiteffekt bewirkt, wie eine Biozidanwendung vor der Reinigung. Entscheidend ist die vollständige Erfassung und Beseitigung des Bewuchses. [106] Unter diesen Überlegungen sollte die Anwendung der chemischen Bekämpfung erfolgen.

Eine Bekämpfung von Schimmelpilzbefall bei Materialien aller Art, bei Farben und Anstrichen ist durch Phenol-, Methyl- oder anorganische und organische Schwermetall-Verbindungen leicht möglich, aber wegen der Giftigkeit stellen diese Substanzen für die Umwelt eine Problematik dar. Andere Verbindungen, wie quartäre Ammonium-Verbindungen (Quats) 21, halogenierte Sulfonylpyridine, Captane, Triazine sind weniger giftig. Die Forderung an solche fungizide Substanzen, für den Menschen und Tier quasi ungiftig, geruchlos, nicht flüchtig sowie licht- und luftbeständig zu sein, ist nur schwer zu erfüllen. [9]

Die fungizide Wirkung der meisten angebotenen Schimmelbekämpfungsmittel, vor allem auf dem Baumarkt, basieren auf Chlor-, Schwefel-, Stickstoff- und organische Zinnverbindungen. In der Anlage 8 sind einige Bekämpfungsmittel mit Ihren Anwendungsbereichen aufgeführt. Haushaltsreiniger mit „Aktiv-Chlor“, die sog. Chlorbleichlauge wirkt bleichend und abtötend auf Schimmelpilze. Der eingeatmete Sprühnebel solcher Mittel bildet im Körper schädliche chlororganische Verbindungen. Eine Anwendung sollte möglichst gar nicht erfolgen oder auf ein Minimum reduziert sein. Analog wie die Schimmelbekämpfungsmittel, allerdings etwas minimiert verhält es sich mit den „Schimmelfarben“, wo Fungizide zugesetzt werden. Richtiger ist es ein „schimmelhemmender“ Anstrich. Hier sollte lieber ein auf physikalischen Verfahren beruhender Schutz zur Anwendung kommen. (Vergleiche hierzu Punkt 7.5.3.2. unter „Andere Beschichtungen.") Bei der Anwendung dieser Bekämpfungsmittel erfolgt praktisch ein Austauschen eines Giftes durch ein anderes. Bei einigen Anwendungsfällen mit den „Chemischen Keulen“ vom Baumarkt konnten die Mieter den Wohnraum trotz guter Lüftung für einige Tage nicht nutzen. Für eine vorübergehende, oberflächliche Beseitigung erfüllen auch weniger unbedenkliche Mittel den Zweck. Das Problem dieser Maßnahme war, es wurde weder die Ursache erkannt noch beseitigt.

8.3.2. Bekämpfungsvarianten

1. Ist z. B. eine mit Dispersionsfarbe beschichtete Raufasertapete in der Fensterlichte oder an einer anderen Stelle leicht befallen, so kann die Entfernung der Tapete einschließlich der Zellleimreste (Nahrung) ausreichend sein. Statt der Dispersionsfarbe wird eine Silicat- oder Kalkfarbe verwendet.

2. Im Anfangsstadium des Bewuchses reicht ein bloßes feuchtes Reinigen der Fläche.

Diesen Stoffen können auch geringe Tensidbeigaben23 zur Verringerung der Oberflächenspannung beigegeben werden. Eine vorbeugende Wirkung ist nicht gegeben. Die Pilze können sich wieder ansiedeln.

3. Zur Bekämpfung können die befallenen Stellen übergangsweise bis zum Beginn der Sanierung möglichst ohne Staubentwicklung gereinigt und desinfiziert werden.

Weitere Mittel zur Bekämpfung mit Kurzbeschreibung und ihre Anwendung werden in der Anlage 8 aufgeführt.

8.3.3. Anwendung und Umgang mit chemischen Mitteln

Die Stellen werden gut durch getränkt und ausgerieben. Die Augen und Schleimhäute sind zu schützen und es ist intensiv zu lüften, keine offene Flamme oder Funken erzeugen. Es empfiehlt sich, bei den Maßnahmen Handschuhe und eventuell eine Staubrille sowie Mundschutz zu tragen. (In zahlreicher Literatur wird dies zwingend vorgeschrieben, aber beim Umtopfen der Zimmerpflanze trägt man auch keine Handschuhe, obwohl die Blumentopferde die höchste Konzentration an Aspergillus fumigatus aufweist.) Bei den Maßnahmen ist eine Staubentwicklung und damit Sporenausbreitung möglichst zu vermeiden.

Daneben muss man sich vor den Bekämpfungsmitteln schützen. Spritzer z. B. von Ammoniak in die Augen sind unangenehm, daher ist ein Augenschutz sinnvoll. In der Regel reicht die normale Brille aus. Bei gewerbemäßiger Ausführung ist eine Schutzbrille oder ein Schutzvisier (gleichzeitiger Gesichtsschutz) erforderlich.

Die befallenen Materialien, wie Tapete, Leime, Farbanstriche und andere organische Bestandteile sind zu entfernen und gleich in Plastiktüten, Z. B. Mülltüten, zu stecken. Es ist möglichst eine staubfreie Ausführung zu garantieren, damit eine unnötige Verteilung der Sporen und Myzelteile vermieden wird. Schimmelpilze benötigen vorwiegend organische Materialien als Nahrung. Diese sind im Gefährdungsbereich zu entfernen, Z. B. an kalten Wandflächen. Über die Entfernung des Putzes ist fallweise zu entscheiden. In der Regel dürfte eine gründliche Säuberung der Wand- bzw. Putzoberfläche, z. B. mit Spachtel und Drahtbürste, ausreichen. Mineralische Putze dienen nicht als Nahrungsgrundlage. Das Myzel bewächst daher vorwiegend die Oberfläche und eventuell wenige Millimeter tief, um an der Oberfläche eingelagerte Feuchtigkeit und organische Bestandteile aufzunehmen. Bei altem sprödem Putz sind die Einlagerungen natürlich viel tiefer. Auch kann hier das Myzel durch das lockere Gefüge leichter eindringen. Ob ein teilweiser Putzaustausch erforderlich ist, muss je nach Befallsstärke durch Schimmelpilzmyzel eingeschätzt werden. Bei sichtbar durchfeuchtetem, mit Salzausblühungen versehenem oder sehr altem losen Putz ist ein Austausch generell zu empfehlen. [14]

8.4. Bekämpfung durch Hitze

Die Bekämpfung der Mikroorganismen mit Hitze findet in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Medizin, Pharmazie und viele andere Bereiche Ihre Anwendung. Myzel lässt sich bereits bei relativ niedrigen Temperaturen wirkungsvoll bekämpfen. Sporen sind dagegen wesentlich hitzeresistenter. Ein Gebäude mit massivem Mauerwerk benötigt eine sehr große Wärmemenge durch sein Speichervermögen. Bei den erforderlichen Temperaturen weit über 100 °C stehen solche Verfahren aus wirtschaftlicher Sicht nicht zur Diskussion. Ebenso werden bei diesem Temperaturbereich viele Baustoffe in ihrer Struktur, Farbe und Aussehen geschädigt. Eine Bekämpfung durch Hitze gibt keinen vorbeugenden Schutz. Solche Verfahren können sich daher nur auf ausgewählte Bereiche beschränken. Bei den Heißluftverfahren zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten und Pilze sind die Temperaturen niedrigen. Auf diese soll hier nicht weiter eingegangen werden.

Lokal auf kleine Bauteilflächen währe der Einsatz der Mikrowellentechnik denkbar. Erfahrungen über eine erfolgreiche Bekämpfung liegen nicht vor. Anwendungsbereiche könnten hier im Denkmalschutz liegen, wo eine chemische Bekämpfung entfällt. Die Wassermoleküle im betreffenden feuchten Bauteil reagieren aufgrund ihres Dipols24 und erwärmen sich durch Molekülreibung. Die Erwärmung wirkt auch in organischen Verbindungen, die Wassermoleküle beinhalten. Diese werden zerstört oder geschädigt, sodass kein Wachstum mehr erfolgen kann. Inwieweit auch trockene Materialien, wie Myzelteile oder Sporen, abgetötet werden, kann nicht gesagt werden, dazu bedarf es entsprechende Untersuchungen.

Es muss hier ergänzend darauf hingewiesen werden, dass eine bloße Abtötung der Schimmelpilze nicht ausreicht, sie müssen entfernt werden. Auch von abgetöteten Schimmelpilzen gehen allergische und reizende Wirkungen aus. [42]

8.5. Sanierungsmaßnahmen

8.5.1. Kurzfristige Maßnahmen

Die nachfolgenden Ausführungen sind allgemeine Empfehlungen und haben keinen rechtsverbindlichen Charakter. Jeder Sanierungsfall erfordert eine spezielle Einzellösung.

Zur fachgerechten Sanierung ist die genaue Bestimmung der Ursachen erforderlich. Dazu sind bereits verschiedene Hinweise in den vorangehenden Punkten aufgeführt. Können die Ursachen nicht eindeutig bestimmt und beseitigt werden, so ist ein erneuter Befall vorprogrammiert.

Kann eine Sanierung nicht sofort begonnen werden, so sind aus hygienischen und vorbeugenden gesundheitlichen Gesichtspunkten Maßnahmen zu ergreifen, um möglichst eine geringe Belastung zu erreichen. Als Beispiel sollen hier einige ausgewählte Maßnahmen genannt werden:

8.5.2. Langfristige Maßnahmen

8.6. Sanierung von schimmelpilzbefallenen Materialien

8.6.1. Einleitung

Einrichtungsgegenstände oder Haushaltstextilien können sowohl durch hohe Luftfeuchtigkeit aber auch nach einem Leitungswasserschaden oder Hochwasser durch Schimmelpilze geschädigt werden. Je eher beim Erkennen eines Schimmelschadens, was meist in Verbindung mit einem muffigen Geruch steht, reagiert wird, so geringer ist der Aufwand zur Erhaltung es Gegenstandes bzw. es muss nicht alle entsorgt werden.

Werden die Gegenstände unmittelbar durch Wasser durchfeuchtet, dann ist eine schnelle Trocknung erforderlich. Sind diese verschmutzt, so ist vorher noch eine Säuberung mit sauberem Wasser erforderlich. Bauteile sind so zu öffnen, dass möglichst viel Luft diese umspült. Weitere Ausführungen unter [109].

8.6.2. Glatte Oberflächen

Glatte Oberflächen aus anorganischen Stoffen, wie Metalle, Glas, Keramik lassen sich mit Wasser und Haushaltsreiniger säubern.

8.6.3. Poröse Materialien

Poröse Materialien (meist aus organischen Stoffen), wie Tapete, Gipskartonbauplatten, Gipsfaserplatten, Putze, zum Teil (poröses) Mauerwerk und Verkleidungsplatten können in der Regel nicht ausreichend gereinigt werden. Das Entfernen der Tapete stellt dabei kein Problem dar. Der Karton der Gipsplatte ist für die Festigkeit verantwortlich. Ist dieser geschädigt, so wird die Festigkeit herabgesetzt. Eine Entfernung (ausgenommen auf wirklich kleinste Flächen) ist daher nicht sinnvoll. Die betroffenen Plattenbereiche sind mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand auszubauen (mit Messer oder Handsäge) und anschließend wird ein neuer Plattenstreifen eingesetzt. Bei Zwischenwänden ist auch das Dämmmaterial auszutauschen. Die durchfeuchtete Kartonbeschichtung wird häufig von Chaetomium sp. und Stachybotrys chartarum befallen, die auch in der Mineralwolle vorkommen kann. [110]

Bei Putzen ist der entsprechende Schädigungsgrad festzustellen. Liegt ein umfangreicher Befall vor, so erfolgt ein Austausch, bevorzugt ist ein Kalkputz. Kalk ist stark alkalisch und somit keimtötend.

Schimmelflecken auf Tapeten und anderen Papieren

Dazu dient eine Lösung von 1 Teil Salizylsäure in 5 Teilen Alkohol, mit der die Stelle mehrmals betupft wird. (Chemikalien siehe Anlage 8)

Schimmel in Bücher

Hier feuchtet man den Fleck an und betupft mit etwas verdünnter Formalinlösung. (Chemikalien siehe Anlage 8). [111]

8.6.4. Holz

Holzbauteile können ebenfalls durch Schimmelpilze befallen werden. Zu beobachten ist dies, wenn nasses Holz im Gebäude verbaut wird und nicht ausreichend schnell abtrocknen kann, unsachgemäß oder unter Luftabschluss (Folie) gelagert wird. Eingebrachte Holzschutzmittel sind zum Schutz gegen holzzerstörende Insekten und oder Pilze und bieten daher in der Regel keinen ausreichenden Schutz gegen Schimmelbefall. Z. B. frisch imprägniertes Bauholz mit fluoridhaltigem Holzschutzmittel biete eine gute Befallsgrundlage. [40] Bei schneller Abtrocknung sind diese Flächen lokal und stellen keine sonderliche Gefährdung dar. (Anmerkung: Holzschutzmittel dürfen nicht in Innenräumen verwendet werden.) Auf glattem Holz (Bretter, Leisten oder Balken) ist vorwiegend nur die obere Fläche (bis 0,5 mm tief) befallen. Die Schimmelpilze sind durch Abtrocknung zu bekämpfen. Es ist zu beachten, dass auch von toten Schimmelpilzsporen und Myzelteile gesundheitliche Gefährdungen ausgehen. Daher ist eine Beseitigung erforderlich bzw. diese dürfen nicht in den Innenraum gelangen. Durch das Abschleifen könnten hier begrenzt Oberflächenbereiche saniert werden. (Atemschutz tragen!)

Bei verschimmeltem Holzanstrich muss man sich bei der Reinigung ausreichend schützen. Um die in den Rissen des schadhaften Anstrichs verteilten Pilzteile abzutöten, ist eine desinfizierende Reinigung erforderlich. Ebenso ist vor einem Neuanstrich der Untergrund zu sanieren.

Holzwerkstoffe, wie Spanverlegeplatten oder Holzfaserplatten sollten ausgebaut und entsorgt werden. Durch ihre poröse Struktur und die Verteilung von Bindemitteln kann mit einem Myzelbefall durch den gesamten Querschnitt gerechnet werden.

8.6.5. Möbel

Möbel, Stühle u. a. haben meist eine geschlossene Oberflächenstruktur. Das kann Furnier, eine Kunststoffbeschichtung, Wachs- oder Ölschicht sein. Ein Befall kann sich unter Umständen auf die Staub- und Fettschicht beschränken. Die Oberfläche ist feucht zu reinigen, zu trocknen und gegebenenfalls mit 80%-igem Alkohol zu reinigen (Desinfektion). Arbeiten im Freien oder bei guter Durchlüftung vornehmen, da Brand- und Explosionsgefahr besteht. Bei stark befallen Möbeln sollte eine Entsorgung erfolgen. Auch könnte man nur die befallenen Einzelteile, wie z. B. die Rückwand aus Hartfaserplatten, austauscht. (Baumärkte schneiden in der Regel die gewünschten Plattengrößen zu.) Die übrigen Teile werden wie o. g. behandelt.

8.6.6. Haushaltskeramik

Diese sind mit üblichem Haushaltsreiniger und Wasser zu säubern. Zusätzlich kann man die nicht brenn- und formbeständigen Gegenstände in die elektrische Backröhre bei 150°C und ca. 20-30 min. erhitzen. Diese Temperatur ist ausreichend, um die meisten Sporen abzutöten.

(Holz erfährt bei einer Temperatur knapp unter 100°C eine thermische Veränderung, daher ist diese Methode für Holz nicht sinnvoll.)

8.6.7. Textilien

Einrichtungsgegenstände mit Polsterung (Sessel, Sofa) und Haushalttextilien (Gardinen, Auslegware, Teppich u. a.) lassen sich nur mit großem Aufwand sachgerecht sanieren. Hier ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung vorzunehmen. Bei kleineren Schädigungen ist die Behandlung, wie unter den Anstrich Stockflecke vorzunehmen. Einzelstücke können unter Umständen auch in der Waschmaschine gewaschen werden. Vorher sollten jedoch die Textilien soweit wie möglich vom Pilzmyzel bzw. –sporen gesäubert sein. Die Verwendung von Enzymwaschmittel könnte hierbei von Vorteil sein. Enzyme lösen Eiweißverbindungen, unabhängig ob diese tot oder lebend sind. Inwieweit sich dies auf den jeweiligen Schimmelpilz auswirkt, kann nicht mit Bestimmtheit genannt werden. Das hängt von Eigenresistenz, von der Konzentration des Myzels sowie der Sporen und von der Schadensgröße ab. In diesem Zusammenhang soll auch noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Sporen sehr widerstandsfähig sind und extreme klimatische Bedingungen überstehen können. Myzel dagegen lässt sich in der Regel leichter abtöten. Z. B. werden Fußpilze bei einer Waschtemperatur von 30°C nicht abgetötet. Erst ab einer Temperatur von 60°C erfolgt eine Minderung um den Faktor 10.000 und bei 90°C erfolgt eine vollständige Abtötung. [112] Sinngemäß sollte dies beim Waschen von pilzbefallenen Textilien berücksichtigt werden.

In der Textilindustrie erhalten bestimmte Textilien, wie z. B. Socken, Strümpfe, Futterstoffe, Wolldecken, Teppiche für Badezimmer u. a., antimikrobielle Ausrüstung. Das sind Chemikalien (unter den verschiedensten Namen wie Sanitized, Actifresh, bioguard usw.) die zum Einsatz gegen Mikroorganismen kommen, wie sie für de Kampf gegen Pilze oder als Wachstumshemmer verwendet werden. So wird die anfällige Cellulosekleidung (pflanzliche Fasern, Regenratfasern) vor Schimmelbefall bewahrt. Zelte und Planen werden im Freien besonders stark vor Fäulnis und Verrottung beansprucht. Die Baumwolle oder das Leinen wird teilweise mit hochgiftigen Chemikalien geschützt. Diese stehen zwar nicht unmittelbar im Kontakt mit der Haut aber für eine spätere Entsorgung stellt es ein Umweltproblem dar. [112]

8.6.8. Stockflecken

Charakteristisch sind weißliche, graue oder grünliche Flecken mit muffigem Geruch. Die befallende Stelle wird mit warmem Wasser benetzt und verdünnte Ammoniaklösung aufgetropft, anschließend Kaliumhydrogenoxalatlösung, eine Weile einwirken lassen und dann auswaschen. Nun kann noch mit verdünnter Wasserstoffperoxydlösung, Entfärberlösung oder Bleichlauge je nach Faserart gebleicht werden. Für Wollerzeugnisse ist auch Waschmittellösung geeignet, dann verdünnte Ameisensäure oder Ammoniumchlorid anwenden. Zuletzt müssen alle Fleckmittelreste gut ausgewaschen werden.

Seide und Viskoseseide mit Boraxlösung betupfen und auswaschen. Bei gefärbten Textilien Vorsicht mit Bleichmitteln. [113]

8.6.9. Leder

Schimmelflecken (Stockflecken) werden mehrmals mit Essigwasser abgerieben. Nach dem Trocknen werden diese Stellen mit etwas Lösungsmittel gereinigt und anschließend mit Lederbalsam bzw. Schuhcreme behandelt. Stark saugende Erzeugnisse, wie Handschuhe, Taschen und Wildlederschuhe dürfen nicht mit einem Balsam behandelt werden, welches Lösungsmittel enthält. Es entstehen dunkle Wachsflecken, die sich nicht entfernen lassen. Hier sind Spezialpräparate zu verwenden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Fleck zuerst mit einem Tuch trocken abgerieben und dann mit einer Mischung aus einigen Tropfen Salpetersäure auf 100 ml Wasser benetzt wird. (Vorsicht beim Umgang. Salpetersäure ist einer der stärksten Säuren.) Zur Vernichtung der Schimmelpilze kann man auch Salizylspiritus (Apotheke) oder verdünnte Formalinlösung verwenden. Diese werden mehrmals aufgetropft, dann lässt man gut trocknen. Nachbehandlung wie in der ersten Möglichkeit.

Stark verstockte Lederhandschuhe betreut man mit Ammoniumkarbonat und wickelt sie in mehre Lagen Papier fest ein. So bleiben sie einige Tage liegen. Das verdunstende Ammoniak vernichtet die Schimmelpilze. Die Stelle wird mit Schuhcreme mehrmals abgerieben. Genügt die Behandlung nicht, so benetzt man einen Lappen mit etwas Terpentin und reibt ganz leicht über den Fleck. Anschließend muss wieder Schuhcreme aufgetragen werden, da vom Lösungsmittel das Wachs gelöst wurde und eine stumpfe Stelle vorliegt. [114]

8.6.10. Außenfassade

Wie im Punkt 7.4.5. (Kondenswasserbildung an der Wandkonstruktion) genannt, erfolgt an bestimmte wärmegedämmten Fassaden ein mikrobieller Befall. Ein dreijähriger Freilandversuch (FHG/IBP Holzkirchen) zeigte eine Erhöhung der Oberflächentemperatur durch reduzierte Wärmestrahlung, was deutlich zur Verringerung der Tauwasserbildung auf gedämmten Fassadenoberflächen führte. Hier kam eine Kombination des Lotus-Effekts und einer niedrig emittierenden Beschichtung (ThermoColor) zur Anwendung. [115] Durch Stindl [116] wird besonders die hydrophobe Wirkung der Siliconharzfarben, welche einen großen Kontaktwinkel zwischen Wasser und Beschichtung erzeugen, als ein guter Schutz vor dem Algenwachstum hervorgehoben. Die schnelle Alterung der Kunstharzputze wird negativ bewertet.

8.7. Schutzmaßnahmen bei der Sanierung

Bei der Sanierung, in Eigenleistung oder durch ein Gewerbe, liegt eine Gefährdung durch sensibilisierende Gefahrstoffe vor, da Schimmelpilz- und actinomycetenhaltiger Staub als sensibilisierender Gefahrstoff eingestuft ist.

Wichtig ist dabei, dass nicht nur die Sanierer, sondern auch die Bewohner bei der Beseitigung des Schimmelpilzbefalls durch geeignete Schutzmaßnahmen vor Schimmelpilzexposition geschützt werden müssen. Dabei muss auch der Gesundheitszustand der Nutzer (Gesunde, Allergiker, immunsupprimierte) berücksichtigt werden.

Außerdem muss verhindert werden, dass sich Schimmelpilze durch die Sanierungsmaßnahmen in andere Bereiche der Räume oder Gebäude ausbreiten und dort eventuell zu neuen Problemen führen. Auf jeden Fall sind Lebensmittel und andere Gegenstände wie Kinderspielzeug und Kleidung vor der Sanierung aus dem Raum zu entfernen.

Bei umfangreichen Maßnahmen ist auf eine persönliche Schutzkleidung, wie Handschuhe, Staub-/Schutzbrille und Atemschutz, zu tragen.

Folgende wichtige Arbeitsschutzvorschriften und andere Regelungen sind zu beachten:

Bei größeren Schimmelpilzschäden sollten daher die befallenen Bereiche staubdicht abgeschottet werden oder andere Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung von Schimmelpilzsporen zu minimieren. Nach der Sanierung ist eine Entfernung von Feinstaubpartikeln (Feinreinigung) in der Umgebung der sanierten Stellen vorzunehmen. [117]

8.8. Vorsichtsmaßnahmen zur Verringerung der Schimmelpilzgefährdung

8.9. Kurze Zusammenfassung zum schadstoffarmen Haus

Unter „gesunde“ Häuser versteht jeder etwas anderes, vor allem die Baustoff- oder Hausverkäufer. Der Begriff „bio“ oder „ökologisch“ muss zum Teil für sehr fragwürdige Konstruktionen oder Baustoffkombinationen herhalten. Grundsätzlich muss ein Fertigteilhaus nicht „ungesünder“25 als ein Massivhaus sein. Es spielen eine Vielzahl von Faktoren eine rollen, die von der Konstruktion, Bauausführung, Standortklima, Nutzung u. a. abhängt. Als Orientierung sollten die örtlichen traditionellen Bauweisen gelten. Aber auch hier ist zu beachten, dass man auch früher preiswert und nicht immer ganz richtig gebaut hat. Bevorzugt sollten einfache massive Wandkonstruktionen aus mineralischen Baustoffen, z. B. 35-40 cm Ziegel um 700-800 kg/m3 und beidseitig Kalk-, Kalkzement- oder Trassputz sein. Generell sollten nur wenige Baustoffe zum Einsatz kommen, wo Lösungsmittel (z. B. Weichmacher) oder Konservierungsmittel (z. B. Biozide, Flammenschutzmittel u. ä.) ausgasen können.

International werden für die Beurteilung von Innenraumbelastungen etwa 20 chemische Hauptschadstoffe benannt. Das UFZ erweitert die Zahl auf insgesamt 120 Substanzen. Hauptursache für die Innenraumbelastung ist das Rauchen oder das Abbrennen von Räucherstäbchen, danach folgen Ausdünstungen beim Kochen und Heizen. Eine ganzjährige Luftzirkulation ist das beste Mittel, um Schadstoffe im Gebäude zu reduzieren. [148]

Organische Baustoffe sind über viele Jahre trocken zu halten. Kann dies zweifelsfrei nicht abgesichert werden, so ist auf unverrottbare, meist mineralische Baustoffe auszuweichen. Bei der Heizungsauswahl ist eine Strahlungsheizung dem Vorrang zu geben. Ob eine Fußboden-, Wandflächen- oder Randleistenheizung zum Einsatz kommt, hängt von den jeweiligen Räumen, der Nutzung und den gestalterischen Wünschen ab. Sicherlich kann es auch ein moderner Ofen sein.

Anlage 1: Checkliste um die Schimmelpilzentstehung zu vermeiden

Anlage 2: Ausgewählte Toxine

Aflatoxine

Gruppe von Stoffwechselprodukten der Schimmelpilze Aspergillus flavus, A. parasiticus u. a., die bestimmte Nüsse, Mais und Getreidemehle befallen. A. zählen zu den gefährlichsten Pilzgiften (Mycotoxinen) und stärksten Lebercarcinogenen 1.2. Bekannt wurden sie als Verursacher des Truthahnsterbens, dem 1960 in Großbritannien 100.000 Truthühner zum Opfer fielen3.

Tab.: Aflatoxine.

Aflatoxine

Summenformel

MR

Schmp. [°C]

Drehwert (a]D

CAS

B1

C17H12O6

312.28

268 - 269

-562° (CHCl3)

1162-65-8

B2

C17H1406

314.29

305

-492°(CHCl3)

7220-81-7

B2a

C17H1407

330,29

217

 

117878-54-5

P1

C16H1606

298,25

>320

-574° (CH3OH)

3225-02-4

B3

C16H1406

302,28

217

 

23315-33-5

G1

C17H1207

328,28

247- 250

-556° (CHCl3)

1165-39-5

G2

C17H1407

330,29

237- 240

-473° (CHCl3)

7241-98-7

G2a

C17H1207

328,28

299

-280° (DMF)

6795-23-9

M2

C17H1407

330,29

293

 

6885-57-0

GM1

C17H1208

344,28

276

 

23532-00-5

GM2

C17H1406

346,29

270- 272

 

 

Q1

C17H1207

328,28

266

 

52819-96-2

 

A. flavus bildet die A. B1 u. B2; A. parasiticus zusätzlich noch G1 u. G2 (B = blau u. G = grün stehen für die Fluoreszenz im UV-Licht). Andere A. sind tierische oder mikrobielle Stoffwechselprodukte dieser vier (z. B. M1, M 2, GM2, P1, Q1). Verbindung. der M-Reihe treten besonders in der Milch u. Milchprodukten auf. Die A. bestehen alle aus einem Dihydrofurofuran- bzw. Tetrahydrofurofuran-Ringsystem, das an ein substituiertes Cumarin-System ankondensiert ist.

A. sind die einzigen Toxine, deren max. Gehalt in Lebens- u. Futtermitteln gesetzlich geregelt ist5 (Aflatoxin-Verordnung). Für den Nachweis im pgng Bereich sind Antikörper für ELISA-Tests erhältlich.

Aflatoxin B1 ist das am häufigsten vorkommende, am stärksten toxisch u. carcinogene Aflatoxin. Die Giftigkeit der A. hängt einmal von der Struktur, zum anderen aber von den individuellen Voraussetzungen des einzelnen Organismus bzw. Zelltyps ab. Primär wird die Leber angegriffen, aber auch Nierenschädigungen treten auf. A. B1 wird durch mikrosomale Enzyme metabol. aktiviert, dabei entsteht ein reaktives Epoxid. Dieses kann sowohl an DNA als auch chromosomale Proteine binden. Die mutagene u. carcinogene Wirkung wird durch eine kovalente Bindung an N-7 eines Guanosins der DNA mit anschließenden Folgereaktionen u. dadurch bedingte Mutation im Gen p53, einem Tumorsuppressor-Gen. erklärt. In Hepatozyten kommt es in Gegenwart von A. B1 zu einer G --> T Umwandlung, die zu einem Austausch von Arginin durch Serin im codierten Protein führt. Diese G --> T Umwandlung findet man auch in Lebertumoren6. A. B1 u. Hepatitis B Virus wirken synergist. in der Leber7. Bes. empfindlich auf A. B1 reagieren Forellen u. Entenküken (LD50

18 μg/50 g Körpergewicht). Die Biosyntheseschritte sind incl. der beteiligten Enzyme u. z.T. der Gene aufgeklärt7. - E aflatoxins

Lit.: Nature (London) 267. 863 (1977). 2Proc. Natt. Acad. Sei USA 80, 2695-2698 (1983). 3Endeavour 1963.75-79. 4J. Am. Chem.Soc.85,1705(1963);87,882(1965) 5BGBl. I. S. 3313 i.d.F. der Änderungs-VO vom 6.11.1991. 6Nature (London) 350, 427-428, 429-432 (1991). 7Handbook of Applied Mycology. Bd. 5, Mycotoxins in Ecological Systems. Kapitel 10 u. lt. New York: Marcet Dekker 1992: Appl. Environ. Microbiot. 59, 3273-3279 (1993): Lancet 339. 943 964 (1992).

allg.: Angew. Chem. 96. 462-474 (1984) - Betina. Kapitel 7. Cote-Cox, 5. 1-66. - Biosvnth.: Microbiot. Re,. 52. 274—295 (1988). Biochemistry 30.4343-435(1(19911 . Appt. Environ. Microbiol. 59. 3564-3571 (1993). - Carcinogenese: Proc. Natl. Acad. Sci USA 83, 9418-9422 1986): 90, 8586-8590 (1993) - J. BioI. Chem. 264. 12226-1231 (1989). -Epidemiologie: Annu. Rev. Phytopathot. 25. 249—270 (1987).

- Svnth.: J. Org. Chem. 51. 1006 (1986) - Sax 18.). AET-AEW 500. Synthesis 1988. 760. [HS 2932 90] [119]

Aflatrem (a,a-Dimethylallylpaspalinin)

a,a-Dimethylallylpaspalinin

a,a-Dimethylallylpaspalinin C3H39NO4, MR 501,67, Nadeln, Schmelzpunkt 222-224 °C, Inhaltsstoff von Aspergillus flavus - Sklerotien u. Mycel, gehört zu den tremogenen Toxinen, welche bei Tieren Zittern u. Krämpfe hervorrufen (s.a. Paspalin bei Paspalitreme). In den Sklerotien wird A. Schutzfunktion vor Tierfraß zugeschrieben. - E aflatrem

Lit.: - Cole-Cox. S. 410-413 , - Science 44, 177 (1964), - Tetrahedron Lett. 1980. 239. - [CAS 70553-75-2] [120]

Fumitremorgene

Gruppe neurotox. 6-Methoxyindol-Alkaloide aus Aspergillus- u. Penicillium-Arten. Lanosulin, das von Penicillium lanosum gebildet wird, ist identisch mit F. B. Die F. zählen zu den Mycotoxinen die tremorgene Effekte auf Tiere haben (=Zittern auslösen). Andere Verb. mit dieser Eigenschaft sind z. B. die Aflatreme, Janthitreme, Penitreme (Tremortine), Paspalitreme, Territreme u. Verrucosidin.



Mit Ausnahme der Territreme u. des Verrucosidins leiten sich alle biosynthetisch von Tryptophan ab. F. A u. B. rufen in Dosen von 1 mg/Tier (i.p.) bei Mäusen Tumor hervor, 5 mg/Tier führen in 70% zum Tode. Verruculogen führt bereits bei 0,01 mg/Tier zu Zittern. Insbes. Weidetiere sind von diesen Toxinen betroffen (s. Taumellolch). Penicillium piscarium, von Gras isoliert, produziert Verruculogen u. F. B.; Aspergillus fumigatus aus verschimmelten Mais-Silagen produziert Verruculogen. F. A, F. B u. TR-2. — Efumitremorgins

Lit.: Betina. Kapitel 16 - Chem. Pharm. Bull. 37. 23—32 (1989) CoIe-Cox. S. 335—509 - Steyn u. Vleggar. Mycotoxins and Phycotoxins. S. 399—408, 501 —512. Amsterdam: Elsevier 1986 - Steyn (Hrsg.). The Biosynthesis of Mycotoxins. S. 204—209. New York: Academic Press 1980 - Tetrahedron 44. 359—377. 1991—N)00 (1988): 45, 1941 (1989) - Tetrahedron Lett. 28. 1131 (1987): 29, 1323 (1988) - Turner 2.410—413. 535ff. - Zechmeister 48.54—60. [121]

Mycotoxine

Niedere Pilzmetabolite, die in Nahrungs- und Futtermitteln vorkommen und bei Menschen und Tiere Symptome einer Mycotoxicose (Z. B. Sankt Antonius-Feuer, Ergotismus, Kashin Beck-Krankheit) hervorrufen. Werden M.-haltige Futtermittel an Schlachttiere verfüttert, können M. auch in Eiern, Fleisch od. Milch auftreten, man spricht dann von "carry-over". Teilweise wirken M. auch gegen andere Mikroorganismen, sodass die Abgrenzung zu den Antibiotika nicht immer eindeutig ist. Zu den am stärksten befallenen Lebensmitteln gehören Getreide u. -erzeugnisse, Nüsse, Erdnussbutter, Presskuchen von Ölpflanzen (in die Öle gehen meist nur <10% der Toxine über), Reis, Mais, Malz, Fruchtsäfte (insbes. Apfelsaft), Milch u. Käse. M. Produzenten sind v. a. Aspergillus-. Penicillium-, Fusarium-, Claviceps-(Ergot-Alkaloide) und Rhizopus-Arten. M. können bereits auf dem Feld oder erst bei der Lagerung (auch im Kühlschrank) gebildet werden. Bekannte M. sind die Aflatoxine (die stärksten natürlichen Carcinogene), Byssochlamsäure, Citrinin, Citreoviridine, Fumonisine, Patulin, Ochratoxine, Sterigmatocystin, Ergot-Al-kaloide, Ergochrome, Cytochalasin, Penicillsäure, Zearalenon, Penitreme, Trichothecene u. andere.

Den sichersten Schutz vor Mycotoxinvergiftungen bietet das Vermeiden des Verzehrs von verschimmelten Lebensmitteln. Pflanzenschutz- u. Konservierungsmittel verhindern Schimmelpilzbefall. Für einige M. gibt es gesetzlich festgelegte Höchstmengen. z. B. ist der max, zulässige Aflatoxin-Gehalt von Lebensmitteln in 60 Ländern geregelt. Die Grenzwerte in den einzelnen Ländern schwanken zwischen 0.05 u. 5 g/kg. In jüngerer Zeit sind M. vom Trichothecen-Typ als Kampfstoffe in Verruf gekommen 1. — E mycotoxins

Lit.: 1Nachr. Chem. Tech. 32.598 (1984): Nature (London) 309. 207 (1984).

aIlg.: Chem. lnd. (London) 1995. 260—264 - Dtsch. Tierärztl. Wochenschr. 96. 346. 355 (1989) - Food Rev. Int. 6. 115 (1990) -Fördergemeinschaft Integrierter Pflanzenbau (Hrsg.). - Natürliche Gifte in Getreide. Bonn: Rheinischer Landwirtschafts-Verl. 1990 - Forum Mikrobiol. 138 (1981) - Reiß (Hrsg.). Mykotoxine in Lebensmitteln. Stuttgart: G. Fischer 1981, - Reiß, Schimmelpilze — Lebensweise. Nutzen. Schaden. Bekämpfung. Berlin: Springer 1986 - Rev. Environ. Contam. Toxicol. 127, 69-94(1992) - Samson u. van Reenen-Hoekstra, lntroduction to Food-borne Fungi. Baarn: CBS 1988. [122]

Paspalitreme

Gruppe tremorgener Mycotoxine aus Claviceps paspali, Aspergillus flavus, A. nomius. Die Verbindungen werden in Submerskulturen gebildet, kommen aber auch in Sklerotien der Pilze vor, wo man ihnen eine Schutzfunktion gegen Insektenfraß zuschreibt. Daneben findet man diese Neurotoxine auch bei Befall durch Claviceps paspali in Weidegras (Paspalum dilatatum), wo es zu "paspalum staggers" (s. Taumellolch) bei Weidetieren führt. Man unterscheidet die P. A. B u. C, Paspalin, Paspalinin sowie Paspalicin, z. B. P. A, C32H39N04, MR 501,67, amorph; Paspalin, C28H39NO2, MR 421,62, Schmp. 264 °C; Paspalicin, C27H31NO3, MR 417,55, Schmp. 230 - 240 °C. A. nomius bildet 14-Hydroxypaspalinin u.

14-(N,N-Dimethyl-L-valyloxy)paspalinin. — E paspalitrems

Paspalitreme

Lit.: Betina. S. 366—371 - CoIe-Cox. S. 390—409 - J. Agric. Food Chem. 25. 826. 1197 (1977); 29, 293 (1981); 32. 1069 (1984).Tetrahedron Lett. 21, 231. 235 (1980); 34, 2569 (1993); - Zechmeister 48. 32—45 - s.a. Janthitreme u. Penitreme. - [CAS 63722-90-7 (P. A): 11024-56-9 (Paspalin); 11024-55-8 ( Paspalicin)] [123]

Territreme

Gruppe von tremorgenen Mycotoxinen, die von Aspergillus terreus gebildet werden. Im Gegensatz zu den Penitremen Aflatrem und anderen Tremorgenen enthalten die T. keinen Stickstoff. - E. Erritrems

Territreme

Lit.: Appl. Environ. Microbiol. 37. 355, 358 (1979); 47. 98 (1984) 54. 585 (1988; - J. Nat. Prod. 55. 251 (1992); - Zechmeister 48. 45-48 [124]

Verrucosidin

C24H32O6 MR 416.51. Schmp. 90—91 °C . [a]D +92,4 (CH3OH) tremorgenes Mycotoxin, das von Penicillium verrucosum var. cyclopium und anderen Penicillium-Arten gebildet wird. V. ist strukturell verwandt mit den Citreoviridinen und Asteltoxin. E verrucosidin
Lit.: J. Am. Chern. Soc. 112. 8985 (1990); - J. Org. Chem. 59 3762 (1964); - Zechmeister 48. 49 f. [CAS 88389-71-3] [125]

Verrucosidin

Verrucolotoxin.

C 15H 20N2O. MR 244.34. Schm 152C, [a]D -56 °(CH 3ON); tremorgenes Mycotoxin aus grünen Erdnüssen. die mit Penicillium verrucosum infiziert sind. Die LD50 Werte für Küken liegen bei 20mg/kg, die Tiere sterben innerhalb von 4-6 Std. nach Verabreichung. [125]

 

Anlage 3: Innen- und Außendämmung bei einer Außenwand

Eine 36,5er Ziegelwand wird mit unterschiedlichen Dämmstoffen als Außen- oder Innendämmung versehen. Hier wird der theoretische Temperaturverlauf im Wandquerschnitt und an der Innenseite dargestellt. Bei der Variante 1 und 5 besteht eine Gefährdung an der Innenwandoberfläche durch Schimmelpilzbildung. [127]

Varianten Innen- und Außendämmung

Varianten Innen- und Außendämmung

 

Anlage 4: Luftfeuchte und Taupunkttemperatur [61]

Luftfeuchte und Taupunkttemperatur

Hier wird ein Beispiel benannt. Bei einer Wandoberflächentemperatur von 12°C (linke Seite) beträgt die absolute Luftfeuchte100% und es kommt zur Tauwasserbildung. Geht man von diesem Punkt nach unten, so kann man auf den Kurven die relative Luftfeuchte im Raum ablesen. So liegt z. B. bei 20°C (siehe linke Seite) die relative Luftfeuchte bei 60 %. Um keine Tauwasserbildung an der kalten Wandoberfläche zu erhalten, muss die absolute Luftfeuchte (siehe unten) von 10,3 g/m3 auf 8,5 g/m3 verringert werden. Das entspricht dann bei 20°C einer relativen Luftfeuchte von 50 %. An der Wand beträgt dann die relative Luftfeuchte ca. 80 %. Um die Wandoberfläche schimmelfrei zu halten, müsste die absolute Luftfeuchte weiter abgesenkt werden, oder man erhöht die Oberflächentemperatur.

 

Anlage 5: Teilauszug Mollier-Diagramm

Mollier-Diagramm

 

Anlage 6: Klinisch relevante Schimmelpilze und die verursachten Erkrankungen Schimmelpilze, die Infektionen über den Luftweg hervorrufen:

Species

Erkrankung

Risikogruppe nach TRBA 460

Absidia species

Mucorinfektion in Lunge, Nasennebenhöhlen, ZNS, Auge, Haut

1

Aspergillus fumigatus

Invasive pulmonale Aspergillose;
Invasive Aspergillose der Nasen-Nebenhöhlen;
Invasive Aspergillose (Infektion von Gefäßen, Leber, Herz, Auge, n. opticus, ZNS, Rückenmark, Haut);
Aspergillom (Lunge und Nasennebenhöhlen);
Sinusitis;
Allergische bronchopulmonale Aspergillose;

Otitis externa

2

Aspergillus nidulans

Invasive Aspergillose

1

Aspergillus niger

Invasive Aspergillose sehr selten; Otitis externa; Aspergillose (Lunge und Nasennebenhöhlen)

1

Aspergillus flavus

Invasive Aspergillose sehr selten; Nasennebenhöhlenaspergillom; Allergische bronchopulmonale Aspergillose

2

Aspergillus terreus

Invasive Aspergillose sehr selten;

Otitis externa

1

Cladophialophora bantiana

Hirnabszesse

3

Conidiobolus species

chronische Nasenschleimhautentzündung

2

Cunninghamella species

Disseminierte und pulmonale Allgemeininfektionen

1

Exophiala dermatitidis

Sinusitis, Pneumonie, Hirnabszesse

2

Fusarium species

Fusariose

1-2

Mucor species

Infektionen von Nasennebenhöhlen, Lunge, ZNS, Auge, Haut

1

Paecilomyces variotii

Paecilomykose

1

Penicillium species

Besiedlung des Bronchialtraktes (Penicillose)

1-2

Phoma species

Phaeohyphomycose

1

Pseudoallescheria Boydii

Sinusitis, Pneumonie, Arthritis, Osteomyelitis, Endophthalmitis, Hirnabszesse

2

Rhizomucor species

Infektionen von Nasennebenhöhlen, Lunge, ZNS, Auge,Haut

1

Rhizopus species

Infektionen von Nasennebenhöhlen, Lunge, ZNS,Auge, Haut

1

Ramichloridium mackenzie

Hirnabszesse

1

Phialophora richardsiae

Zystische Phaeohyphomykose

1

Syncephalastrum species

Pilzball im Respirationstrakt

1

Stachybotrys ata (chartarum)

Immunsuppressiv, haemorrhagisch, Pneumonitis

 

Hinsichtlich des Auftretens von Infektionen sollten alle Schimmelpilze, die in die Risikogruppe 2 und 3 nach TRBA 460 eingestuft sind, als problematisch angesehen werden. Von großer Bedeutung als wichtigster Mykoseerreger gilt Aspergillus fumigatus. Weiterhin gelten Mykotoxinbildner als problematisch, wenn die Toxine kanzerogen sind. Es werden nicht immer Mykotoxine gebildet, meist sind hohe Keimzahlen erforderlich. Nur bei Stachybotrys chartarum können bereits bei geringer Sporenbelastung in der Raumluft Toxinwirkungen auftreten. [128]

 

Anlage 7: Bestimmung der relativen Luftfeuchte an der Wandoberfläche

Die relative Luftfeuchte wird mit einem Hygrometer bestimmt. Eine Bestimmung gerade nach den Lüften führt zu einer falschen Ausgangsgröße. Es sollte daher ein Mittelwert gebildet werden. Die Bestimmung der relativen Luftfeuchte direkt an der Wandoberfläche ist kompliziert, da direkt an der Wandoberfläche ein Temperatursprung erfolgt. Das heißt, die Temperatur der Raumluft an der Wandoberfläche ist in der Regel etwas höher als die Wandoberfläche selbst. Aus diesem Grund erfolgt die Bestimmung der relativen Luftfeuchte und der Temperatur im Raum. Daneben wird die Oberflächentemperatur bestimmt, mit der man auf der Grundlage des Schemas in der Anlage 4 die annähernde Feuchte an der Bauteilsoberfläche ermitteln kann. Mit einem Infrarotthermometer kann die Bauteiloberfläche genau bestimmt werden. Dieses ist jedoch kaum in einem Haushalt vorhanden. Es reicht hierfür auch ein normales Thermometer. Dieses wird in die kühlste Ecke des Zimmers, kühlste Wandoberfläche (meist direkt über dem Fußboden) oder in die Fensternische (über dem Fensterbrett) angelehnt und z. B. mit einem Kissen oder einem anderen isolierenden Stoff abgedeckt. Je nach Temperaturdifferenz und Thermometer ist nach ca. 1 Std. die entsprechende Temperatur erreicht. (Dies sollte ausprobiert werden.) Zu empfehlen ist, dass von der ermittelten Oberflächentemperatur 1 K abgezogen wird.

Beispiel:Zimmertemperatur 20°C, relative Luftfeuchte 50% und Oberflächentemperatur 14°C.

In der Anlage 4 wird der Messpunkt mit der Zimmertemperatur und der relativen Luftfeuchte ausgewählt. Senkrecht nach oben wird die Oberflächentemperatur eingetragen und man kann an der Kurve die zugehörige relative Luftfeuchte von ca. 70% ablesen. (Unter normalen Umständen besteht hier noch keine Schimmelpilzgefährdung. Es ist aber eine ständige Sichtkontrolle ratsam.)

Liegt die Luftfeuchte im Raum bei ca. 55%, so ist diese an der Wandoberfläche bereits bei 78%. Betrachtet man nun das verallgemeinerte Isoplethensystem für die Sporenauskeimung im (Bild 2.2), so besteht langfristig die Gefahr einer Schimmelpilzbildung.

 

Anlage 8: Chemikalien für die Schimmelbekämpfung [129]

Bezeichnung

Eigenschaft

Weitere Wirkung und Verwendung

Besondere Hinweise

Äthanol (Äthylalkohol, Alkohol, Spiritus, Sprit) auch mit Zusätzen vergällt als Lösungsmittel: Benzinvergälltes Äthanol (70, 90Vol.-%) und Brennspiritus C2H5-OH

Farblose Flüssigkeit, mit Wasser leicht mischbar, auch mit Propantriol, Ammoniaklösung, Äthansäureäthylester und Propanon

Lösend, z. B. Auf Kaffee- Bier-, Gras-, Obst- und Tintenflecke

Feuergefährlich, Dämpfe explosiv, wenig oder nicht gesundheitsschädigendes Lösungsmittel. Bezinvergälltes Äthanol ist in der Apotheke, Brennspiritus in der Drogerie oder in anderen Fachgeschäften erhältlich.

Äthansäure (Essigsäure, Essigessenz), verdünnt als Essig bezeichnet

CH3-COOH

Farblose, stechend riechende Flüssigkeit, mit Wasser leicht mischbar, sauer

Lösend auf Firnis-, Harz-, Farben-, Kopierstift- Obst- und Blutflecke;

Bei Schädlingsbekämpfung zu beachten: Besonders Kalk hat eine neutralisierende Wirkung und außerdem gelangen mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material, daher ist die Anwendung von Essiglösung meist nicht sinnvoll.

Über 80%iger Äthansäure Gift (Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung) Flüssigkeit und Dämpfe ätzen Schleimhäute und Haut, wird verdünnt verwendet. Essigessenz in Lebensmittelladen.

Ammoniaklösung, verdünnte (Salmiakgeist)

Farblose, stechend nach Ammoniak riechende Flüssigkeit. Verdünnte Ammoniaklösung ist 10%ig, konzentrierte Ammoniaklösung ist mit Äthanol und Propanon mischbar, alkalisch

Alkalisch lösend zur Entfernung vieler Flecken, wie u. a. Tinten-, Kopierstift-, Gras- und Blutflecke. Benutzung verdünnt, 10-, und selten 25%ig. Vorsicht bei sauren Wollfärbungen.

Über 10%ige Ammoniaklösung Gift (Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung). Flüssigkeit und Dämpfe ätzen Schleimhäute und Haut, innerlich sehr giftig.

Ammoniumchlorid (Salmiaksalz) NH4Cl

Weise Kristalle, leicht löslich in Wasser, schwach sauer

u. a. gegen Stockflecke

 

Formaldehydlösung (Formalen) H-CHO

 

Farblose, süßlich riechende Lösung, mit Wasser mischbar

Gegen Schimmelpilzbildung auf Ledererzeugnisse

Gift (Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung), Dämpfe und Flüssigkeit ätzen Schleimhäute und Haut, innerlich sehr giftig

Natriumhypochloritlösung (Natriumbleichlauge, Chlorbleichlauge, Bleichlauge, -flüssigkeit, -wasser) NaClO

Klare gelbgrüne, ätzende Flüssigkeit. Es ist die wässrige Lösung von Natriumhypochloritlösung, alkalisch

Bleichend auf z. B. Obst-, Farbstoff- und Stockflecken. Nur für weiße Wäsche verwenden, sonst wird die Färbung angegriffen. Nachbehandlung mit Natriumthiosulfat. Für die Fleckenentfernung

Wirkt innerlich sehr giftig, auf die Haut ätzend, kühl und vor Sonnenbestrahlung geschützt aufbewahren.

Salizylsäure26

C6H4-OH-COOH


26                Salicylanilid = Salicylsäureanilid und ähnliche verwandte Chemikalien aus der Gruppe der Salicylsäure werden ebenso oft als Analgetika (schmerzstillende Mittel) eingesetzt. Diese Substanzen können aber auch Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die sich in starkem Schwitzen, erhöhter Reizbarkeit und Atemlähmung zeigen. [112]

Feine, weiße Kristalle, sauer

Wirkt keimtötend und wird gegen Schimmelpilzbildung verwendet

 

Wasserstoffperoxydlösung H2O2

Farblose Flüssigkeit, die sehr leicht Sauerstoff abgibt, wenn Licht, Alkalien oder Wärme einwirkt, sauer

1..3% als Bleichmittel für Wolle, Seide, u.a. Gegen Sengstellen, Tee-, Kaffee-, Blut-, Schweiß- und Teerfarbstoffflecken in Verbindung mit etwas verdünnter Ammoniaklösung

30%ige konzentrierte Lösung ätzt die Haut. Sie gibt außerdem den Sauerstoff spontan ab, Vorsicht vor Spritzern. Aufbewahrung kühl, vor Licht geschützt, sollte selten oder nicht verwendet werden.

 

Anlage 9: Ausgewählte bauphysikalische Begriffe

Diffusion

Gasaustausch durch Bauteile findet in der Regel nur durch Diffusion statt. "Diffusion" nennt man die allmähliche Durchmischung verschiedener Gase (aber auch Flüssigkeiten und sogar Festkörper) ohne äußere Einwirkung, allein durch Molekularbewegung, bis die Verteilung der verschiedenen Moleküle überall gleich ist. Der Widerstand, den ein Material der Diffusion von Wasserdampf oder anderen Gasen entgegensetzt, hängt hauptsächlich von seiner Porigkeit ab; je mehr offene Poren, desto geringer der Widerstand. Der Porendurchmesser spielt für Wasserdampfmoleküle so gut wie keine Rolle, sie sind kleiner und leichter als fast alle anderen Luftmoleküle; Sauerstoffmoleküle haben z. B. 60% mehr Masse und Kohlendioxidmoleküle fast dreimal soviel. Ihre Diffusionsgeschwindigkeit ist schon in der Luft viel geringer als die von Wasserdampf, und so gibt es Bauteilschichten, die zwar die Diffusion von Kohlendioxid fast völlig absperren, der Wasserdampfdiffusion aber keinen allzu großen Widerstand entgegensetzen. Die im Vergleich mit Wasserdampf, Sauerstoff oder Kohlendioxid meist riesigen Moleküle von "Wohngiften" können durch Diffusion erst recht nicht aus der Raumluft entfernt werden, wie das in manchen baubiologischen Schriften immer wieder mal zu lesen ist. Für sie bildet auch die diffusionsfähigste Wand ein praktisch unüberwindliches Hindernis.

Diffusionswiderstandswerte sind die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahlen und die daraus errechneten „diffusionsäquivalenten Luftschichtdicken" (sd-Wert). In Analogie zu diesen Werten, die nur die Diffusion von Wasserdampf durch ein Material bzw. ein Bauteil betreffen, geben manche Baustoffkataloge vor allem bei Anstrichen und anderen Beschichtungen auch Widerstandswerte zur Kohlendioxiddiffusion an.

Dampfdiffusionswiderstandszahl μ:

Die Fähigkeit von Baustoffen, für Wasserdampf durchlässig zu sein, wird durch die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl beschrieben. Je niedriger der Wert, desto weniger wird der Wasserdampf auf dem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst. Für offenporige Konstruktionen ist ein niedriger μ-Wert vorteilhaft, da die Entfeuchtung ungehindert und schnell ablaufen kann. Werte unter

μ = 10 zeigen eine sehr gute Diffusionsfähigkeit für Wasserdampf an;
μ = 10 - 50 sind mittlere Diffusionswerte;
bei μ- Werten von 50 - 500 wird die Dampfdiffusion eingeschränkt;
bei μ 500 - 15.000 wird sie stark eingeschränkt;
ab μ 15.000 wirkt ein Material wasserdampfsperrend;
ab μ 100.000 ist ein Material dampfdicht.
Eine Aussage über die Wirkung eines Materials in einer gegebenen Konstruktion ist nur bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Dicke des Stoffes möglich μ  x  s = Diffusionswiderstand in „μ").
Dieser μ-Faktor sagt jedoch nur aus, wie gut Wasserdampf in einem Material im Verhältnis zu Luft diffundiert, aber nichts über die Diffusionsfähigkeit von Wasser. So lässt ein Zementputz (μ =20) den Wasserdampf relativ gut durch, so sperrt er doch Wasser beachtlich gut (relativ große Wassermoleküle). Dies gilt für Materialien, die kein Wasser durchlassen aber trotzdem (Wasserdampf-) diffusionsoffen sind, z. B. Kunststoff-Zement-Putze, Dispersionsanstriche. Lehm oder nicht zu hoch gebrannte Ziegel lassen jedoch Wasserdampf und auch flüssiges Wasser diffundieren. [130]

 

Kapillarität

Kapillarität bestimmt einerseits, wie schnell ein Bauteil wie viel Wasser aufnimmt, wenn es direkt mit Feuchtigkeit in Berührung kommt (Regen, Spritzwasser in Küche und Bad, Bodenfeuchte, Kondenswasser); andererseits bestimmt sie die Austrocknungsgeschwindigkeit neuer oder renovierter Bauteile oder von Wänden. Ein brauchbares Maß für die Kapillarität von Baustoffen ist der Wasseraufnahmekoeffizient (w).

Beim Kapillartransport wird eine große Menge von Wasser transportiert. Dagegen ist es bei der Wasserdampfdiffusion viel weniger.

Materialien mit stark ausgeprägter Kapillarität transportieren pro Quadratmeter benetzter Fläche in der ersten Stunde leicht 20 Liter und mehr (je feuchter das Material wird, desto weniger Wasser nimmt es zusätzlich auf).

In Materialien mit stark ausgeprägter Kapillarität wird flüssiges Wasser beliebig weit transportiert, und zwar in einem Material jeweils von den feuchteren zu den trockeneren Regionen. In Bauteilen aus Schichten mit unterschiedlicher Kapillarstruktur wandert das Wasser immer in Richtung der Schicht mit den feineren Kapillaren (bzw. mit dem höheren Wasseraufnahmekoeffizienten); Schichten mit gröberen oder unvollkommeneren Kapillaren (bzw. kleineren Werten für w) werden geradezu „trockengesaugt“.

Kapillartransport von Wasser gegen den Wasserdampfdiffusionsstrom kommt oft vor, im Winter ist das sogar die Regel. Wenn in einem Baustoff mit ausgeprägter Kapillarität Wasserdampf auskondensiert, beginnt im selben Moment der Transport des Kondenswassers in Richtung der geringeren Materialfeuchte, also zur wärmeren Seite der Wand, wo das Kondenswasser wieder verdunsten kann. In solchen Schichten gibt es oft auch dann keine Kondenswasserdurchfeuchtung, wenn sie rechnerisch zu erwarten wäre. Die Kapillarkräfte wirken beim senkrechten Transport auch gegen die Schwerkraft - theoretisch zwar nicht unbegrenzt, in der Praxis kann man die Schwerkraft aber vernachlässigen. Auf diese Weise bleiben in Altbauten auch Kellermauern ausreichend trocken, die nicht gegen Erdfeuchtigkeit abgesperrt wurden.

Man darf auf keinen Fall den Kapillartransport behindern. Im Keller durch eine dicht schließende innenliegenden Feuchtigkeitssperre oder im oberirdischen Mauerbereich, wenn man die Fassade im Sockelbereich zum Schutz gegen den Regen wasserhemmend, wasserabweisend (Hydrophobierung) oder sogar wasserdicht beschichtet. Vor der Beschichtung müssen dann zunächst Fundament und Kellermauern gegen eindringende Erdfeuchtigkeit abgesperrt werden.

Beim Austrocknen von baufrischen Wänden, Böden oder Decken wird die überschüssige Feuchtigkeit zunächst nur durch Kapillartransport an die Bauteiloberflächen befördert, wo sie verdunstet. Wenn nicht mehr alle Materialporen mit Wasser gefüllt sind, beginnen die Wasserfäden in den Kapillaren zu reißen, die Trocknung verlangsamt sich, und allmählich setzt die Dampfdiffusion ein, bis das Bauteil seine praktische Feuchte erreicht hat. Das ist der Feuchtegehalt, der in jedem Bauwerk immer als Rest erhalten bleibt. Je nach Bauteildicke, Anfangsfeuchte, Besonnung, Durchlüftung und anderen äußeren Einflüssen dauert das mehrere Monate bis mehrere Jahre.

Am längsten dauert es bei Materialien mit schwach ausgebildeter Kapillarität und einem hohen Sättigungswassergehalt. Am schnellsten geht es bei Baustoffen mit hoher Kapillarität, wie etwa bei Vollziegeln. Sie haben bei mittleren Rohdichten Wasseraufnahmekoeffizienten um 20-30 kg/(m2h 0,5) gegenüber Kalksandsteinen mit 10 und Gasbeton 4 bis 8 und Kunstharzputz mit 1. Weitere Werte unter Baustoffkatalog (https://www.ib-rauch.de/okbau/stoffwert/suchen01.php). Die Kehrseite dieser wünschenswerten Eigenschaft ist, dass solche Ziegel auch chemisch aggressive Niederschläge schneller und weiter ins Bauteil transportieren als Materialien mit geringerer Kapillarität. Sehr viel besser als Vollziegel verhalten sich Lochziegel. Bei ihnen ist die beim Kapillartransport wirksame Fläche durch die Lochung verkleinert. Hochlochklinker oder Hochlochvormauerziegel sind deshalb für Sichtfassaden besonders gut geeignet. Der beste Schutz von Bauteilen aus Materialien mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit sind hinterlüftete Verkleidungen (Holz, Schiefer) oder Fassadenbepflanzungen. [131]

sd-Wert (diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke)

Die Fähigkeit von Baustoffen, für Wasserdampf durchlässig zu sein, wird durch die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl beschrieben. Wie diffusionsfähig eine Wand ist, hängt von den Materialien und der Dicke ihrer Schichten ab. Als Diffusionswiderstand einer Schicht gibt man die Luftschichtdicke in Metern an, die der Diffusion (Austausch von Wasserdampf- und Luftmolekülen) denselben Widerstand entgegensetzen würde wie die betreffende Schicht. Je niedriger der Wert, desto weniger wird der Wasserdampf auf dem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst. Für offenporige Konstruktionen ist ein niedriger μ-Wert vorteilhaft, da die Entfeuchtung ungehindert und schnell ablaufen kann. Eine Aussage über die Wirkung eines Materials in einer gegebenen Konstruktion ist nur bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Dicke des Stoffes möglich.

Den Wert dieser diffusionsäquivalenten Luftschichtdicken (abgekürzt sd) bekommt man, wenn man den Wert der Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl (μ) mit der Schichtdicke in Metern mal nimmt. Eine 36,5 cm dicke Mauerschicht aus Ziegelsteinen (μ =8) hätte demnach eine äquivalente Luftschichtdicke von sd= 8 x 0,365 m = 2,92 m.

Bei der Gipskartonverkleidung [132] ergibt sich ein sd-Wert = 8 x 0,0125 m = 0,1 m

Anstrichmaterialien haben in der Regel ziemlich hohe Werte. Da aber die Schichtdicken mit wenigen Zehntel Millimetern nur sehr gering sind, beeinträchtigen sie die Diffusionsfähigkeit der Wand im Allgemeinen kaum. Jedoch wird aber die Sorption (Wasserdampfaufnahme) beeinflusst und das ist gerade für Innenräume zum Abbau der Feuchtespitzen der Raumluft wichtig.

So ist entspricht der sd-Wert einer 0,5 mm dicken Leimfarbenschicht [132] mit μ=180 … 215, sd = 200 x 0,0005 m = 0,1 m.

Wird ein Kunstharzdispersionanstrich [132] mit μ= 1800 verwendet, so liegt der sd-Wert bei 0,9 m. Bei einem Ölsockelanstrich mit μ= 10.000 sind dies 5 m. Damit wird deutlich, warum früher gerade an dieser Wandbeschichtung in der Küche nach dem Kochen sich ein Feuchtigkeitsfilm (Kondenswasser) bilden konnte und der sich darunter befindliche Putz bei Altbauten meist schadhafter ist. Wobei aber noch andere spezielle Stoffeigenschaften als nur die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl berücksichtigt werden sollte.

Werte der Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl unter

Die Richtung der Diffusion wird von dem absoluten Feuchtegehalt der Luft bestimmt und ist so bei kalter Außenluft nach außen gerichtet. Sie ist nicht abhängig von der Richtung des Wärmestroms, sie kann dieser entgegengesetzt gerichtet sein. Wasserdampf kann trotz starker Abkühlung auf der anderen Seite der Wand heraus diffundieren, ohne seinen Aggregatzustand zu wechseln, also keine Tauwasserbildung an der Oberfläche. Dies ändert sich jedoch, wenn sich auf der kalten Seite eine dichte Schicht befindet und sich so ein Staubereich bildet, wo ein Dampfsättigungsdruck aufgebaut wird. Dann kann eine Kondensation ausgelöst werden. [133]
Bei zu geringem sd-Wert bei einer Außenwand kann der Taupunkt bei feucht-kaltem Wetter für die nach außen diffundierende Raumluftfeuchte schon unter verhältnismäßig normalen Bedingungen in der Wand liegen. An der Stelle beginnt dann die Durchfeuchtung der Wand umso stärker, je kleiner ihre Diffusionsfähigkeit ist. Für Außenwände gelten deshalb Werte zwischen sd= 4 und 7 als besonders günstig.

Zur Vermeidung einer Wasserdampfkondensation bei mehrschichtigen Bauteilen soll von innen nach außen der Wärmedurchlasswiderstand zunehmen (Wärmedämmschicht außen) und die Dampfdurchlasswiderstände abnehmen. Diese Bedingungen werden z. B. beim Wandaufbau, Innenputz, Kalksand, Vollsteine, Mineralwolle, Luftschicht, Fassadenplatte (Wand mit hinterlüfteter Fassade), erfüllt. Bleibt die Wand feucht, das ist gerade beim Neubau zu beachten, so kann das Wasser hinter einer wasserdichten oder -abweisenden Außenschicht, wie es z. B. bei der Thermohaut der Fall sein kann, schlecht durch Diffusion entweichen und das Mauerwerk wird über lange Zeit geschädigt. [134] Dieses Problem tritt auch im ausgebauten Dachgeschoss auf, hier sammelt sich das Kondenswasser zwischen der Verkleidung (Gipskarton o. ä.) und der Dampfbremse. Es tropft dann in den Raum. Es wird dann angenommen, dass das Dach undicht ist. (Was unter Umständen auch sein könnte, daher ist das dies auch zu kontrollieren.)

Da Gipskartonbauplatten nicht sehr stark sind, ist auch der sd-Wert gering (siehe oben). Je nach Farbbeschichtung (Art und Stärke) Liegt der sd-Wert zwischen 1 eventuell maximal 10 m. Die Dampfbremse selbst hat je nach Art einen sd-Wert von 100...200 m und damit ist die Dampfdiffusion eingeschränkt aber nicht unterbunden. Gerade wenn noch eine hohe Baufeuchte nach dem Neubau vorliegt, wird so die Dämmung durch Diffusion stärker befeuchtet als vorgesehen. Im folgenden Bild wird eine Dachschräge mit dem Anschluss an eine Giebelwand gezeigt. Die Dampfbremse wurde nicht fugendicht angeschlossen, das Gleiche gilt auch für Stöße. Trotz das die Gipskartonplatte fugendicht, mit Acryl oder Fugenband, an die Wand angeschlossen wurde, gelangt Feuchtigkeit (Diffusion) in den Hohlraum, zwischen Platte und Dampfbremse. Durch Fugen in der Dampfbremse wird ein Unterdruck aufgebaut, infolge des bestehenden Dampfdruckgefälles. Die warme Innenraumluft ist bestrebt, nach außen zu gelangen. Bei Windlast wir der Windsog noch verstärkt. Dies wirkt sich auch auf die Diffusion aus. Durch Untersuchungen von Wagner zu Wasserdampftransport infolge von Diffusion und Konvektion wurde ermittelt, dass bei einem sd-Wert = 10 m und mittlerer Diffusion aller 10 Stunden auf einer Fläche von 60 m2 etwa der Inhalt eines Schnapsglases durch das Bauteil diffundiert. [135]

Wärmeleitfähigkeit λ [W/mK]:

Nach Fourier ist der im Stoff geleitete Wärmestrom Q dem Temperaturgefälle dt/dx und der Wandfläche A senkrecht zum Wärmestrom proportional. Die Gleichung lautet:

Q = λ x A x dt/dx

Der Proportionalitätsfaktor λ heißt Wärmeleitfähigkeit. Er ist eine Stoffeigenschaft und in geringem Maße von Temperatur und Druck abhängig. Er muss experimentell ermittelt werden. [134] Gute Wärmeleiter (Metalle) haben eine hohe Wärmeleitfähigkeit, schlechte Wärmeleiter niedrige. Sind diese λ Werte kleiner 0,1 W/mK, so zählen diese Materialien zu den Wärmedämmstoffen. [147]

Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes ist auf die thermische Molekularbewegung zurückzuführen. Sie wird vor allem durch zwischenmolekulare Kräfte vermittelt.
Kristallisierte Stoffe besitzen ein großes Wärmeleitvermögen, z. B. Metalle und ihre Legierungen ( λ = 40 bis 380 W/mK) (gute Wärmeleiter). Bei amorphen Stoffen ist das Wärmeleitvermögen im Vergleich geringer, z. B. Glas (λ = 0,8 bis 1,1 W/mK). Es nimmt weiter ab, wenn im amorphen Stoff Makromoleküle vorliegen, z. B. bei dichten Plasten (λ = 0,12 bis 0,4 W/mK). Bei porösen und porigen Stoffen beeinflussen die in den Poren eingeschlossenen Medien Luft, Wasserdampf oder Wasser die Wärmleitfähigkeit entscheidend. Je kleiner der mittlere Porendurchmesser ist, umso größer ist seine Wärmedämmleistung. Zwei Körper aus dem gleichen Material können dieselbe Rohdichte und dasselbe Porenvolumen aufweisen und dennoch verschieden in der Wärmedämmleistung sein.[137]
Z. B. Sand feucht: λ = 1,1 W/mK, Sand trocken: λ = 0,33 W/mK oder Eiche radial: λ= 0,17...0,31 W/mK, Eiche axial: λ= 0,37 W/mK. [137]

Wasseraufnahmekoeffizient w [kg/m2h0,5]

Er gibt an, wie viel Wasser gemessen in Kilogramm durch einen Quadratmeter benetzter Fläche in einer bestimmten Zeit - z. B. in einer Sekunde oder einer Stunde - in das völlig trockene Material eindringt. Für viele Baustoffe mit kleinem Wasseraufnahmekoeffizient, also nur gering ausgebildeter Kapillarität, ist eine besonders hohe "Wasseraufnahme" charakteristisch.

Wärmeeindringkoeffizient b [kJ/m2h0,5K]:

Die Eigenschaften des einzelnen Baustoffs sind gut erkennbar mithilfe des Wärmeeindringkoeffizienten

b ( b= √ λ x ρ x c)

Je größer der Wert ist, umso mehr speichert der Stoff Wärme, umso berührungskälter ist er, umso langsamer kühlt er aus. [139] Bei Werten unter 20 kJ/m2s0,5K wird die Oberfläche des Stoffes sehr schnell warm, weil die Wärme nur langsam nach innen weitergeleitet wird (= sehr günstiges Verhalten für Fußböden und andere raumumschließende Flächen).

Bei Werten von 20 - 50 erreicht der Stoff eine angenehme Oberflächentemperatur (fußwarm). Bei Wärmeeindringkoeffizienten größer 50 wirkt die Oberfläche kalt, da die Wärme schnell ins Innere des Stoffes abfließt, über 150 ist der Wärmeabfluss sehr unangenehm (z. B. Metalle). [147]

In der Literatur werden unterschiedliche Dimensionen angegeben. Beispiele:

König, Holger

b= KJ/m2h0,5K (für Gasbeton 800 kg/m3 b=30)

Eichler/Arndt

b= w s0,5/m2K (für Gasbeton 800 kg/m3 b=246)

Bobran [138]

b= J/s0,5m2K

Umrechnung
1 kJ = 2,78 x 10-4 KWh ; 1 J = 1 Ws

 

Anlage 10: Betrachtungsbeispiele zur Oberflächenfeuchte an einer Außenwand

Fall 1: Wohnzimmer mit 20°C

Aus Anlage 3 Variante 1 mit Außenmauerwerk Ziegel (1800) 36,5 cm, beidseitig Kalkzementputz, Oberflächentemperatur 14,2°C und Außentemperatur -10°C, Raumtemperatur 20°C, rel. Luftfeuchte 60 %

Aus Anlage 3 Variante 3 Wärmedämmung (Polystyrol) 6 cm Ziegel (1800) 36,5 cm, beidseitig Kalkzementputz, Oberflächentemperatur 18 °C und Außentemperatur -10°C Raumtemperatur 20°C, neue Fenster, rel. Luftfeuchte 65% (Eigene Beobachtungen zeigten, dass sich bei gleichem Nutzungsverhalten und einer einfachen Abdichtung nur am unteren Schenkel an Holzkastenfenster die rel. Luftfeuchte um ca. 5-8 % ansteigt.)

Ergebnis:

Aus der Anlage 4 wird die relative Luftfeuchte an der Wandoberfläche für die jeweilige Konstruktion und aus der Grafik (Bild 2.2.) die Keimungszeit entnommen.

Für Variante 1 ergibt sich eine rel. Luftfeuchte von 85 % und eine Sporenauskeimung von ca. 6 Tage. Um eine Sporenauskeimung zu vermeiden, muss die ständige relative Luftfeuchte im Raum unter 53 % liegen. (Energetisch ist diese Ziegelwand nicht so günstig, besser ist ein Ziegel mit < 800 kg/m³.)

 

Für Variante 3 ergibt sich eine rel. Luftfeuchte von 75 % und in der Regel liegt noch keine Sporenauskeimung vor. Zweckmäßig ist auch hier die ständige relative Luftfeuchte unter 55 % zu halten.

 

Fall 2: Schlafzimmer mit 17°C

Wandkonstruktionen wie im Fall 1, die ständige relative Luftfeuchte beträgt 50%.

Bei Variante 1 ergibt sich eine Oberflächentemperatur von 12°C mit einer rel. Luftfeuchte von 68 % und

bei Variante 3 von 15,5 °C mit einer relativen Luftfeuchte an der Oberfläche von 55 %.

Ergebnis:

In beiden Fällen liegt keine Sporenauskeimung vor.

 

Jetzt sollen aber noch die Überlegungen aus der Tabelle 3 hinzugezogen werden.

Erfolgt in der Nacht bei geschlossenem Fenster keine zusätzliche Lüftung, so steigt die relative Luftfeuchte im Raum kontinuierlich an, bis ein Feuchtegleichgewicht der Mischluft (abhängig von der Feuchteproduktion, Luftaustauschrate, Feuchteanteil der zugeführten Außenluft, Raumvolumen u. a.) erfolgt.

 

Bei der Variante 1 steigt nach Tabelle 3 dritte Spalte (Luftaustauschrate = 0,5 h -1) die absolute Luftfeuchte nicht höher als 9 g/m3 an, das entspricht einer relativen Luftfeuchte von ca. 61 % und an der Wandoberfläche beträgt die rel. Luftfeuchte ca. 85 %. Damit liegt eine Sporenauskeimungszeit nach der Grafik (Bild 2.2.) von ca. 8 Tagen vor.

 

Bei der Variante 3 nach Tabelle 3 erste Spalte (Luftaustauschrate = 0,3 h -1) wird bereits nach 3 Std. eine absolute Luftfeuchte von 10,2 g/m³ erreicht, das entspricht einer relativen Luftfeuchte von ca. 71 % und an der Wandoberfläche beträgt die rel. Luftfeuchte ca. 80 %.

Damit liegt eine Sporenauskeimungszeit nach der Grafik (Bild 2.2.) von ca. 16 Tagen vor. Aber bei der Variante 3 erhöht sich die Luftfeuchte wegen der geringen Austauschrate und erreicht nach 6 Std. eine absolute Luftfeuchte von 11,2 g/m³, was einer relativen Luftfeuchte im Raum von ca. 78 % und an der Wandoberfläche von ca. 85 % entspricht. Bei der Oberflächentemperatur von 15,5 °C liegt jetzt eine Sporenauskeimungszeit nach der Grafik (Bild 2.2.) von ca. 4 Tagen vor!

Weiterhin ist zu beachten, dass bei einer wärmegedämmten Fassade die Sporenkonzentration höher ist (vergleiche Punkt 7.4.5.) und so die Wahrscheinlichkeit eines Wachstums größer ist.

 

Kommentar zum Fall 2:

Die Betrachtungen sind rein theoretisch aber lassen erkennen, dass eine Sanierung der Gebäudehülle durch eine nachträgliche Wärmedämmung mit Isolierverglasung wohnhygienisch keine Vorteile bringt. Je nach Situation können bei beiden Varianten Grenzbereiche erreicht werden, wo es zu einer Schimmelpilzbildung kommen kann. Ist das (Raum-) Luftvolumen im Beispiel aus der Tabelle 3 nicht 50 m3, sondern nur 40 m3, z. B. bei gleicher Grundfläche statt einer Raumhöhe von 2,6 m nur 2,3 m, wie bei einem Dachgeschoss oder durch Aufstellen von großen Mengen an Schränken und gelagerten Gegenständen, so nimmt ein m3 Raumluft nicht 1 g Wasserdampf, sondern 1,25 g pro Stunde auf. So würde bei der Variante 3 auch bei einer Lüftungsrate von 0,5 h-1 die Situation des Anstiegs der relativen Luftfeuchte an der Wandoberfläche annähernd gleich bleiben. Es ist immer die Gesamtsituation zu betrachten und zu bewerten. Bei einem „schimmelfreien“ Gebäude besteht aus wohnhygienischen Gründen nicht unbedingt die Forderung einer nachträglichen Wärmedämmung, es sei es handelt sich hierbei um energetisch sehr ungünstige Konstruktionen. Bisher gibt es keine Gleichung, die besagt, eine Verbesserung des U-Wertes auf 0,2 W/m3K ist gleichwertig mit einer Einheit Mykose, Mykotoxikose oder Allergose.

 

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[50] Schadensmeldung 5/2005, Gebäude wurde 2004 errichtet

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[80] Riedl, Harald, Hubacek, Hugo; a.a.O., S. 16

[81] Riedl, Harald, Hubacek, Hugo; a.a.O., S. 48

[82] Riedl, Harald, Hubacek, Hugo; a.a.O., S. 17

[83] Riedl, Harald, Hubacek, Hugo; a.a.O., S. 18

[84] Riedl, Harald, Hubacek, Hugo; a.a.O., S. 20

[85] Scholz, Wilhelm; Hiese, Wolfram; Baustoffkenntnis, 13. Auf., Werner Verlag GmbH Düsseldorf 1995

[86] Kurt, Schönburg; a.a.O., S. 100

[87] Dittmar Hecker, Gernot Minke; Forschungslabor für Experimentelles Bauen, Universität Gesamthochschule Kassel, Arbeitshinweise zum Lehmbau-Einführungskurs 1998

[88] Borgstädt, Andreas; Rupp, Hindelang Klaus; Lehmputz als Baustoff wieder entdeckt, bauzeitung 54(2000)10

[89] Niemeyer, Richard; Der Lehmbau und seine praktische Anwendung, ökobuch-reprit Originalausgabe 1946

[90] WTA-Merkblatt 2-2-91 Sanierputzsysteme, Herausgeber: Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V., Referat Oberflächentechnologie

[91] Schwarz, Jutta; Ökologie im Bau, Entscheidungshilfen zur Beurteilung und Auswahl von Baumaterialien, 4. Aufl., Verlag Paul Haupt Bern Stuttgart Wien, 1998 S. 35

[92] Daunderer, Max; Gifte im Alltag, 1. Aufl., München: Beck, 1999, 26 ff

[93] Scholz, Wilhelm; Hiese, Wolfram; Baustoffkenntnis, a.a.O., S. 547-549

[94] Köneke, Rolf; Schimmelpilze und Feuchte in Gebäude, 3. Aufl. Hammonia-Verlag GmbH, 2001, S. 68

[95] Masan, Antischimmelfarbe Produktbeschreibung der Firma Masid, Rosenaustraße 25, 63303 Dreieich, www.masid.de

[96] Scholz, Wilhelm; Hiese, Wolfram; Baustoffkenntnis, a.a.O., S. 560 ff

[97] Scholz, Wilhelm; Hiese, Wolfram; Baustoffkenntnis, a.a.O., S. 351

[98] Daunderer, Max; Gifte im Alltag, a..a.O., S. 108-109

[99] Scholz, Wilhelm u.a.; Baustoffkenntnis, 13. Aufl., Werner-Verlag, 1995, S. 722, 762

[100] Kauf Gips KG; Frische Raumluft: Mangelware?, Das Bauzentrum Baukultur 3/2005 S. 46 ff

[101] Libbert, Eike; Allgemeine Biologie, 5. Aufl., Gustav Fischer Verlag Jena 1986, S. 66

[102] Hoffmann, Elisabeth; Mikrobiologen entdecken "Puzzlestücke" vom Anfang des Lebens; Nature 433, 537-541 vom 3.2.2005 und https://idw-online.de/pages/de/news99348 vom 04.02.2005

[103] Fritz, Hans-Joachim, Gottschalk, Gerhard; Bakterien aus heissen Quellen: Goettinger Forscher entziffern Genomsequenz, Nature Biotechnology in seiner Online-Veröffentlichung am 04.04.2004 und in http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=78168 vom 10.04.2004

[104] Rauch, Peter; Trocknung von feuchten Bauteilen mit Infrarotheizung, www.ib-rauch.de/bautens/infrarot.html

[105] Moriske, Heinz-Jörn; Szewzyk, Regine; Leitfaden zur Vorbeugung, a.a.O., S. 30-36

[106] Büchli, R; Raschle, P.; Algen und Pilze an Fassaden. Ursachen und Vermeidung, Fraunhofer IRB-Verlag, 2004

[107] DGfH-Merkblatt, (Deutsche Gesellschaft für Holzforschung e.V.) Vermeidung von Schimmelpilzbefall an Anstrichflächen außen, Januar 2002, S. 3

[108] Umwelt Bundes Amt, Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes, Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen (Schimmelpilz-Leitfaden), 2002, S. 53

[109] Rauch, Peter; Wie feuchte Mauerwerksteile trocknen? www.ib-rauch.de/Beratung/feuchtig.html

[110] Moriske, Heinz-Jörn; Szewzyk, Regine; Leitfaden zur Vorbeugung, a.a.O. S. 63

[111] Dienter, Harry; Fleckenentfernung – aber richtig! 8. Aufl. Fachbuchverlag Leipzig, 1978, S.82

[112] Ziegler, Juwitha; Chemie in der Kleidung, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH 1995, S. 86-87

[113] Dienter, Harry; a.a.O., S. 62-63

[114] Dienter, Harry; a.a.O., S. 76

[115] Kriftel, A. Born; Hugo, G.; Verminderung des mikrobiellen Befalls von Fassaden durch Integration physikalischer Schutzmechanismen in Beschichtungsstoffen, 3. Dahlberg – Kolloquium, Mikroorganismen und Bauwerksinstandsetzung, Verlag Bauwesen Berlin, 2001, S. 95 ff

[116] Stindl, T.; Ausgewählte statistische Analysen zum Algenbefall an wärmegedämmten Wohngebäuden im norddeutschen Raum, 3. Dahlberg – Kolloquium, Mikroorganismen und Bauwerksinstandsetzung, Verlag Bauwesen Berlin, 2001, S. 59 ff

[117] Schimmelpilze in Innenräumen – Nachweis, Bewertung, a.a.O., S.133-134

[118] Daunderer, Max; Gifte im Alltag, a.a.O., S. 162

[119] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; Rompp-Lexikon-Naturstoffe, Georg Thieme Verlag Stuttgart 1997, S. 10

[120] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S.11

[121] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S. 243

[122] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S. 419-420

[123] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S. 466

[124] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S. 639

[125] Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; a.a.O., S. 682

[126] Brasche, S.; Heinz, E.; u.a.; a.a.O., S. 683

[127] Rauch, Peter; Schimmelpilzbildung infolge Wärmebrückenbildung – Allgemeine Darstellung und Aufzeigen konstruktiver Mängel beim Dachgeschoßausbau, Vortrag 4.5.1994 Bauberatungszentrum Leipzig (www.ib-rauch.de/bauphysik/waermebr.html)

[128] Schimmelpilze in Innenräumen – Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement, a.a.O., S. 24-27

[129] Dienter, Harry; a.a.O., S. 91 ff

[130] Oberrauch, Bernhard; Bauphysikalische Daten über Lehm, Wohnung + Gesundheit 9/92 Nr. 64 S.48/49

[131] Kur, Friedrich; Wohngifte, a.a.O., S. 545

[132] König, Holger; Wege zum gesunden Bauen, a.a.O., S. 95 ff

[133] Eichler, Arndt; Bautechnischer Wärme- und Feuchteschutz, Bauverlag 1989, S. 95

[134] Meyer, Günter; Schiffner, Erich; Technische Thermodynamik 1983, Fachbuchverlag Leipzig S. 207, 365

[135] Colling, Francois; Lernen aus Schäden im Holzbau, Deutsche Gesellschaft für Holzforschung Innovations- und Service GmbH, 2000, S. 132

[136] Rauch, Peter; Korrosion von Beton und Stahlbeton durch chemische Verbindungen und Mikroorganismen, Hausarbeit am Institut für technische Mikrobiologie, 29.9.1984

[137] Eichler, Arndt; a.a.O., S. 23, 24, 226

[138] Bobran, Hans W.; Bobran-Wittfoht, Ingrid; Handbuch der Bauphysik, 7.Aufl., vieweg Verlag, 1994

[139] Eichler, Arndt; a.a.O., S. 114

[140] Hahn, Stefanie; Bakterien helfen, gefährliche Schwermetalle im Boden zu binden, http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=85909 vom 20.09.2004 weiter Informationen unter http://www.daad.de/lateinamerika-sued/argentinien_progs.html#4

[141] Brasche, S.; Heinz, E.; u.a.; a.a.O., S. 691

[142] Grochal, P.; Algen und Pilze an wärmegedämmten Fassaden, 3. Dahlberg – Kolloquium, Mikroorganismen und Bauwerksinstandsetzung, Verlag Bauwesen Berlin, 2001, S. 113

[143] Moriske, Heinz-Jörn; Szewzyk, Regine; Leitfaden zur Vorbeugung, a.a.O. S. 58-59

[144] Heisel, J. P.; Baustoffe - die Qual der Wahl ; in ökologisch bauen und renovieren Ausgabe 10 /1997, Arbeitsgemeinschaft zur Patienteninformation über Gesundheit und Umwelt e.V.

[145] Arendt, Horst; Wärme- und Feuchteschutz in der Praxis, Verlag für Bauwesen Berlin 1996, S. 34

[146] Raaf, Hermann; Chemie des Alltags A-Z, Ein Lexikon der praktischen Chemie, 27. Aufl. Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1990, S. 264-265

[147] Holger König; Wege zum Gesunden Bauen, Ökobuch Staufen b. Freiberg, 1997, S.225 ff

[148] Krüger, A.; Interview Prof. Herbarth, Der Witz um die Feinstaub-Kriege, hallo Leipzig, 30.7.2005, S.1

[149] Luerweg, Frank; Pilzbewachsene Getreidekörner als Pflanzenschutzmittel, Veröffentlicht am 08.08.2005 in Informationsdienst Wissenschaft unter https://idw-online.de/pages/de/news123781

 


1                Es gibt z. B. Hohlräume hinter einer Trockenbauwand, Fehlböden usw. Durch eine kleine Öffnung können quantitative Vergleichsmessungen vorgenommen werden. Erst wenn der Verdacht bestätigt wird, erfolgt ein Rückbau des Bauteils.

2                Die Umgebungsluft und der Baustoff stehen in einem Feuchtegleichgewicht

3                Wenn normal gelagerte Lebensmittel durch Schimmelpilze befallen werden, dann kann man auch von einer höheren Sporenbelastung im Raum selbst ausgehen.

4                es ist 3 Millionen Mal stärker als z. B. ein in Lebensmitteln vorkommender industrielles Lösungsmittel Tetrachlorkohlenstoff. Der Schwellenwert beträgt 0,000001 g pro Kilo und pro Tag. [29]

5                Bezüglich ihres Pathomechanismus und des klinischen Bildes werden die Typen I, III und IV unterschieden.

6                Deutsches Institut für Bautechnik Berlin

7                Ein nicht genutzter Raum sollte und braucht auch nicht so intensiv beheizt werden. Vor dem Schlafengehen kann die Heizung etwas zurückgedreht werden. Das gilt auch, wenn man tagsüber auf Arbeit ist. Man muss aber wissen, wenn der Raum zu sehr auskühlt, um so höher wird dann bei der Nutzung der Thermostat eingestellt. Inwieweit man die Heizung in dem jeweiligen Raum reduzieren kann, muss einfach ausprobiert werden. Behilflich ist auch ein kleines Protokoll mit der Zimmer- und Außentemperatur und verbrauchter Einheiten (Heizkörper) und der Kontrolle der Raumfeuchte mit einem Hygrometer.

8                Diese unkontrollierte Lüftung durch die Bauteile führt in vielen Fällen zu Feuchteschäden. Diese sind grundsätzlich zu vermeiden. (Siehe hierzu weiter Ausführungen unter den Punkten 7.3.3. und 7.3.4.)

9                Das Protokoll sollte die Außen- und die Zimmertemperaturen beinhalten. Einmal erfasst man die Einheiten im warmen Zimmer, dabei werden die anderen Räume wie bisher nicht beheizt. Zum Vergleich werden dann alle Räume beheizt (die nicht genutzten nur sehr wenig) und die Einheiten addiert. Je länger die Zeitabschnitte sind, so genauer werden die Werte.

10                Dampfsperren an der Innenseite einer Außenwand sind möglichst zu vermeiden. Hier ist im Einzelfall der mögliche Tauwasserausfall zu berechnen bzw. man kann hier auch aus Erfahrungen auf bewährte Konstruktionen zurückgreifen. Bei Leichtbaukonstruktionen kann in der Regel nicht auf eine Dampfsperre verzichtet werden.

11                Der aw-Wert wird berechnet nach aw = RH (Luftfeuchtigkeit in %)/100

12                Ziel war es, Möglichkeiten und Methoden für eine biologische Fassadenbeschichtung zu finden und Fassaden ohne synthetische Farbanteile zu gestalten.

13                Zusammenstellungen von Baustoffeigenschaften nach ökologischen Gesichtspunkten unter www.ib-rauch.de/okbau/stoffwert/bssuche.html oder nach physikalischen Eigenschaften unter www.ib-rauch.de/okbau/stoffwert/suchen01.php

14                Aus holzschutztechnischen Gründen erforderlich, vergleiche DIN 68800 und DIN 68365

15                DIN 68800 T. 2, Pkt. 11.2

16                DIN 68800 T. 2, Pkt. 11.2

17                irgend welche Festlegungen, wie Aufstellungsordnung von Möbel und der gleichen

18                Ausnahme für Allergiker oder Personen mit chronischer Erkrankung der Atemwege sowie geschwächtem Immunsystem

19                Es wird ein geeignetes präpariertes Nährmedium gegen die Befallsfläche gedrückt und bebrütet.

20                Die Schimmelpilze vom Material werden auf eine durchsichtige Klebefolie überführt und anschließend mikroskopisch nachgewiesen.

21                Sie wirken meist selektiv. Einige Schimmelpilze werden nicht bekämpft, sondern verlieren ihre Nahrungskonkurrenten und entwickeln sich umso besser. [107]

22                Besonders Kalk hat eine neutralisierende Wirkung und außerdem gelangen mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material, daher ist die Anwendung von Essiglösung meist nicht sinnvoll.

23                Für alle wasserlöslichen, grenzflächenaktiven Stoffe, die man auch als waschaktive Stoffe (WAS), Netz- und Emulgiermittel bezeichnet. In Waschmittel sind anionaktive Tenside. [146]

24                Im Wassermolekül benutzt der Sauerstoff seine beiden einfach besetzten py- und pz-Orbitale zur Bindung. Da dieser aufeinander senkrecht steht, sollte der Winkel im H-O-H-Molekül 90° betragen. Durch die abstoßende Wirkung der beiden Wasserstoffatome wird er jedoch verzerrt und beträgt 104°.

25                Es gibt natürlich keine „gesunden“ Häuser. Das ist ein allgemeiner Begriff für schadstoffarme Gebäude und auch Einrichtungen. Der Begriff wird auch für biologisch orientierte Bauweisen verwendet.


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(Die auf dem Deckblatt genannten Adressen stammen von der Herausgabe des Buches 2003. Die aktuelle Adresse des Autors Dr. Peter Rauch finden Sie hier )
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